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Ärger über Schmiererei

Schriftzeichen verunzieren Mauer um frisch renovierte Marienkirche in Fischbach - 13.05.2012 08:59 Uhr

Bei der Fischbacher Marienkirche hat ein  Sprayer sein  Unwesen getrieben.

Bei der Fischbacher Marienkirche hat ein Sprayer sein Unwesen getrieben. © Ulrike Pilz-Dertwinkel


Pfarrerin Andrea Möller ist verärgert und Architekt Heinz Huber schimpft gleichermaßen: „Mit Spaß oder Kunst hat das nichts zu tun.“ Bis zur feierlichen Wiedereinweihung des beliebten Kirchleins am 17.Mai um 9.30 Uhr wird der Schaden nicht zu beheben sein.

Ein dreiviertel Jahr lang wurde das Gotteshaus aus dem 14.Jahrhundert auf Vordermann gebracht: Lose Fugen an der Natursteinfassade wurden beseitigt und lockere Steinquader verfestigt, die feucht gewordenen Holzschalungen am Dach erneuert und dem Holzwurm im Dachraum hat man mit biologischen Mitteln den Garaus gemacht. Das sandsteinerne Sakramentshäuschen aus dem 15. Jahrhundert wurde gründlich gereinigt, Glasscheiben restauriert und Teile der Elektroinstallation erneuert. Innen bekam die Marienkirche einen neuen Anstrich. Und schließlich hat sich die evangelische Kirchengemeinde noch eine neue gebrauchte Orgel gegönnt, die beim Wiedereinweihungsfest erklingen soll.

Schaden begutachtet

Jetzt entwerten aber die Schmierereien neben dem Eingang den ansonsten ansprechenden Gesamteindruck. Beamte der Graffiti-Abteilung der Polizei haben den Schaden aufgenommen und begutachtet. Man wird prüfen, ob es einen Zusammenhang mit anderen vergleichbaren Sprühereien gibt, heißt es. Zwei Häuser weiter prangen an einer Hausmauer ähnliche schwarze Zeichen. Die Kirchengemeinde hat bei der Versicherung um Schadensübernahme angefragt; 630 Euro müssen laut Kostenvoranschlag für die Reinigung aufgewendet werden. Nur macht es voraussichtlich wenig Sinn, an der Mauer lediglich die aufgesprühte Farbe zu entfernen, da dann wahrscheinlich ein heller Fleck entstehen würde.

Der Sandstein wurde im Zuge der jüngsten Renovierungsarbeiten nämlich nicht gereinigt. Die Mauersanierung steht noch an, an den Seiten gibt es erhebliche Schäden. Jedoch ist nicht klar, wann damit begonnen werden kann, da dies von den finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde abhängt. Man geht bisher von rund 90000 Euro Kosten für die derzeitigen Renovierungsmaßnahmen aus, der Eigenanteil beträgt ein Drittel. Im Inneren und an der Fassade sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Im Juni/Juli soll dann eine Drainage um das Kirchlein gelegt und die Erneuerung der Außenanlagen in Angriff genommen werden. 

ULRIKE PILZ-DERTWINKEL

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