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Auf der Enduro über Wurzeln flitzen

Wolfgang Weiß liebt den Trialsport — Mittlerweile trainiert der 53-Jährige den Nachwuchs — Technik zählt - 13.01. 07:59 Uhr

Nürnberg  - Aktiv in Nürnberg: Der Stadtanzeiger stellt Menschen vor, die in ihrer Freizeit etwas Besonderes unternehmen. Seit seinem 16.Lebensjahr sitzt Wolfgang Weiß aus Gebersdorf auf dem Motorrad. Ein Jahr später begann er mit dem Trialsport.

Bergauf: Wolfgang Weiß beim Training im Gelände mit seinen Schülern.
Bergauf: Wolfgang Weiß beim Training im Gelände mit seinen Schülern.
Foto: privat
Bergauf: Wolfgang Weiß beim Training im Gelände mit seinen Schülern.
Bergauf: Wolfgang Weiß beim Training im Gelände mit seinen Schülern.
Foto: privat

„Mit meiner Enduro fuhr ich durch Wald und Flur und hab’ mir Strecken gesucht, die durch Wurzeln, umgefallene Baumstämme oder große Steine schwierig zu bewältigen waren. Ich brachte mir Trial mehr oder weniger selbst bei“, erinnert sich der 53-Jährige an seine Anfänge.

Er trainierte für sich, startete 1976 bei seinem ersten Wettbewerb „Rund um den Nürnberger Trichter“ und hatte plötzlich mit Trial gar nichts mehr am Hut. „Da ich sportlich leider keine Unterstützung erfuhr und auch keine Freunde hatte, die Trial machten, schlief die Begeisterung ein und erwachte erst wieder, als mein Sohn vor gut zehn Jahren damit begann“, erzählt Weiß, der als Trial-Instructor in der ADAC Motorcross- und Trialschule Nürnberg und als stellvertretender Jugendleiter beim AMC Zirndorf tätig ist.



Er und sein fünfköpfiges Trainerteam betreuen die Anfänger – das sind Jungs und Mädchen ab acht Jahren, die ersten Kontakt mit den Maschinen und der Sportart haben. „Trial ist ein Sammeln von Erfahrungen durch viel Übung. Die Kinder lernen meist schnell, was wie geht.“ Und die Unterstützung der Eltern sei wichtig, sagt Weiß und erzählt schmunzelnd, dass schon so mancher Vater durch seinen Sprössling am Trialsport hängen geblieben ist.

Bei der „Königsdisziplin im Motorrad-Geländesport“ gilt es, Strecken, die über Steine und hohe Stufen, durch Gräben und Schlammpfützen, über Baumstämme und Eisenbahnschwellen führen, so fehlerfrei wie möglich zu meistern. Die Zeit spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. „Trial ist überwiegend Technik. Ein Trialer muss seinen Körper und seine Maschine beherrschen, nur dann hat er Erfolg.“

Wolfgang Weiß nimmt zwar selbst nicht mehr an Wettbewerben teil, hat aber noch ein Trial-Motorrad in seiner Garage stehen. „Bei mir sind ein paar Motorräder untergebracht und manchmal ist für mein Auto kein Platz mehr“, lacht der Zweiradfreak, der noch immer lieber per Motorrad als mit dem Auto unterwegs ist. „Am liebsten fahr’ ich gemütlich mit meiner 30 Jahre alten Moto Guzzi durch die Gegend.“

Kontakt: wolfgang.weiss@amc-zirndorf.de;

www.amc-zirndorf.de

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Sabine Beck

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