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Weder Olympische Spiele noch Fußballweltmeisterschaften werden die nationalen Gemüter erhitzen. Und da im Herbst Bundestagswahlen anstehen, werden zumindest wir Deutschen einen Teufel tun und die Griechen oder andere Schuldenbeutel hochkant aus der Euro-Zone rauswerfen.
Das heißt also: Wir können uns zurücklehnen und in der Silvesternacht nach Herzenslust fette Böller zünden und Raketen in den Himmel jagen. Und die restliche Zeit dürfen wir uns ganz furchtlos mit uns selber beschäftigen. Wer dazu noch ein paar Hilfestellungen benötigt, für den kommt das Kompendium „Alles drin: Gruppen und Kurse“ vom Amt für Kultur und Freizeit wie gerufen.
Dort sind auf dem Titelbild jede Menge schneeweiße Tassen gestapelt. Wie ein Wink mit dem Kaffeelöffel, der uns hineinziehen will in die weite Welt der schönen, kleinen Lerninhalte, die wir in all den Kultureinrichtungen Nürnbergs in den nächsten Monaten erwerben können. Der „jede Menge Fett verbrennende“ Zumba-Kurs ist ebenso zu finden wie „Bauchtanz für die reife Frau“, die „Punktmalerei der Aborigines“ oder Yoga in allen Schattierungen.
Ein bisschen schwach vertreten ist nur das Kochen, was wohl daran liegt, dass Sterneköche eh auf allen TV-Kanälen den Löffel schwingen und massenhaft Rezeptekalender an den Wänden hängen. Immerhin sorgt die Kulturpädagogik im Kindermuseum für schöne Aussichten: In den Weihnachtsferien können Jungen und Mädels eigenhändig aus bitteren Kakaobohnen süße Schokolade herstellen — im Rahmen der Schau „Alltag der Urgroßeltern“ täglich von 14 bis 16.30 Uhr. Na denn: Viel Spaß, guten Appetit und Prosit Neujahr!
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.