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Fontänen hinter großen Löchern

Kugelbrunnen am Frauentorgraben gesucht - 10.10.2012 07:59 Uhr

NÜRNBERG  - Das Bilder-Rätsel war wohl nicht allzu schwer: Viele Stadtteilexperten haben die richtige Lösung gefunden.

Im Jahr 1971 vor dem AOK-Hauptgebäude aufgestellt: der Kugelbrunnen mit seinen großen, nach außen gewölbten Löchern.
Im Jahr 1971 vor dem AOK-Hauptgebäude aufgestellt: der Kugelbrunnen mit seinen großen, nach außen gewölbten Löchern.
Foto: Distler
Im Jahr 1971 vor dem AOK-Hauptgebäude aufgestellt: der Kugelbrunnen mit seinen großen, nach außen gewölbten Löchern.
Im Jahr 1971 vor dem AOK-Hauptgebäude aufgestellt: der Kugelbrunnen mit seinen großen, nach außen gewölbten Löchern.
Foto: Distler

Die markanten Löcher der Brunnen-Skulptur, die im Oktober-Bilder-Rätsel des Stadtanzeigers abgebildet waren, sind am Frauentorgraben vor dem AOK-Hauptgebäude zu entdecken. Sie gehören zum Brunnen mit der Kugelform, er wurde hier vor 41 Jahren aufgestellt.

Der Bildhauer Günter Rossow schuf 1970 die Skulptur. Die unterschiedlich hohen Granitquader, die den Platz vor dem AOK-Gebäude bedecken, laufen ohne klare Abgrenzung wellenförmig nach außen. Die hohle Bronzekugel thront in der Mitte direkt auf dem Natursteinbodenmosaik.

Sie wird von fünf Fußstümpfen getragen. Ihre obere Hälfte ist von unterschiedlich großen Löchern durchbrochen, die sich — sehr organisch wirkend — nach außen wölben. Durch diese Öffnungen sieht man im Inneren der Kugel, die einen Durchmesser von rund zwei Metern aufweist, Wasserfontänen sprudeln.


Oben wachsen aus der Kugel fünf langgezogene Spitzen, die untereinander asymmetrisch verbunden sind. Sie vermitteln das Bild plastischer Wasserstrahlen. Und so entstehen im Auge des Betrachters zwei ganz unterschiedliche Eindrücke: einerseits ein organischer Körper, andererseits das Bild eines utopischen Raumfahrtgebildes.

Das sei die Absicht des Bildhauers, schreibt Elke Masa in ihrem Buch „Freiplastiken in Nürnberg“, denn „Günter Rossow strebe in seinen Arbeiten gerne eine gewisse Zufälligkeit in der Gussoberfläche an, die sich zwischen dem Organischen und der Kunstform bewegt“.

Gewonnen haben dieses Mal: Barbara Mulzer, Schönweißstraße, (das historische Pferdekarussell) und Carlfranz Schlutz, Johannisstraße, (das „Silhouette“-Memory). Der Wanderführer „Fahren und Wandern 1“ vom Verlag Nürnberger Presse, der dreimal verlost wurde, geht an das Ehepaar Ursula und Gerd Decker, Im Erdwinkel, Gerhard Benedikter, Schlossweiherstraße, und an Dieter Leibold, Bogenstraße. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch! 



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