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Gibitzenhof: Neuer Zentralhort ausgebucht

In der Frankenstraße 100 entsteht Containerdorf — Mittagsbetreuung: Platz in Herpersdorf und der Südstadt knapp - 22.08.2012 11:59 Uhr

Der neue Zentralhort in der Frankenstraße wird gerade aufgebaut. Die Conatiner sind zwar gebraucht, sollen laut Jugendamt aber wenigstens innen noch aufgepeppt werden.

Der neue Zentralhort in der Frankenstraße wird gerade aufgebaut. Die Conatiner sind zwar gebraucht, sollen laut Jugendamt aber wenigstens innen noch aufgepeppt werden. © Fengler


„Ganz so schön, wie der Zentralhort in der Veilhofstraße, wird die Betreuungseinrichtung in der Südstadt nicht“, sagt Kerstin Schröder, neue Leiterin des Jugendamtes. In der Frankenstraße müsse man auf Container zurückgreifen, die bereits bei anderen Trägern in Betrieb waren. Schröder verspricht: „Wir werden die Container zum Ausgleich aber innen noch aufpeppen.“

Insgesamt sollen zum Schuljahresbeginn in folgenden städtischen Räumen 410 zusätzliche Hortplätze zur Verfügung stehen: Thoner Espan (50 Plätze), Umzug des Zentralhorts von der Äußeren Bayreuther Straße in die Veilhofstraße 40 (Aufstockung um 50 Plätze auf 100 Plätze), Frankenstraße 100 (75 Plätze), Erweiterung in den Kinderhorten Wandererstraße, Fischbacher Hauptstraße (jeweils 15 Plätze) und im Haus für Kinder in der Regensburger Straße (10 Plätze).

Bei freien Trägern sind folgende Erweiterungen vorgesehen: Eröffnung des Kinderhorts Strauchstraße in St.Peter (25 Plätze), Eröffnung des Kinderhorts Schoppershofstraße im Familienzentrum Mammut (50 Plätze), Eröffnung des Kinderhorts Holsteiner Straße (50 Plätze), Eröffnung des Kinderhorts Elsa-Brändström-Straße (50 Plätze bis Ende des Jahres) und Erweiterungen in den Horten Helene-Grümberg-Straße sowie Hohenstaufenweg (jeweils 10 Plätze).

Bei aller Freude bleibt jedoch ein dicker Wehrmutstropfen, wie Kerstin Schröder einräumen muss. Die neuen Einrichtungen sind fast zu 100 Prozent ausgebucht. Einzelne Restplätze könnte es noch geben, wenn jemand unerwartet abspringt (Informationen gibt es unter Tel. 0911/2316691).

Auch die bestehenden Defizite in den Stadtteilen mit neuen oder erweiterten Einrichtungen ist damit nicht gedeckt. In Kombination mit einer zeitlich ausgedehnten Mittagsbetreuung, die stark nachgefragt wird, habe sich die Lage aber entspannt. Schröder: „Wir suchen aber weiter händeringend Räume und Gebäude, in denen wir Kindertagesstätten unterbringen können.“

Das ehrgeizige Ziel, eine 40-prozentige Abdeckung bei den Hortplätzen bis 2013 zu erreichen, könne aber nicht geschafft werden. Vielleicht ist es in zwei Jahren so weit, schätzt die Jugendamtschefin vorsichtig optimistisch. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Derzeit gibt es in der Stadt 5560 Hortplätze, 6300 werden gebraucht.

2013 sollen jedenfalls 409 weitere Hortplätze zur Verfügung stehen: Am Herschelplatz (44), Neunhofer Hauptstraße (50), Ostendstraße (50), Fischbacher Hauptstraße (15), Hermann-Kolb-Straße (15), Untere Mentergasse (50), Elsa-Brändström-Straße (50), Langseestraße (50), Eibacher Hauptstraße (20), Eibenweg (15) und Holsteiner Straße (50).

Nach Bedarf reagiert

Ausgebucht meldet auch das Schulreferat bei der Mittagsbetreuung, wobei man nicht die gleiche Rechnung aufmachen könne wie bei den Horten, die ja Einrichtungen mit einer festen Anzahl von Plätzen sind. In den Schulen werde je nach Bedarf reagiert und je nach Platz, erklärt Schulbürgermeister Klemens Gsell. Im kommenden Schuljahr werde es 232 Mittagsbetreuungsgruppen geben, die Plätze für 3355 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 1 bis 4 bereithalten. Das sind etwa 260 Betreuungsplätze mehr als im letzten Jahr. Besonders gefragt sind die Gruppen, die zwischen 13 Uhr und 17 Uhr geöffnet sind.

Eine Garantie auf Mittagsbetreuung wird es laut Gsell aber künftig nicht mehr geben, weil sonst die Qualität der Unterbringung nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Mittagsbetreuung, die derzeit sozusagen als Auffangstation für fehlende Hortplätze herhält, könne den Andrang auch aus Gründen der Raumkapazität nicht mehr so einfach bewältigen. Besonders eng werde es etwa im nächsten Jahr in der Max-Beckmann-Schule in Herpersdorf und in der Herschelschule in Gibitzenhof. 

REINHARD SCHMOLZI

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