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„Himmel und Hölle“ soll in den Jamnitzerpark

Standort in Gostenhof gilt als sehr geeignet - 03.08.2012 07:59 Uhr

GOSTENHOF  - Auch wenn der Beirat Bildende Kunst das Projekt „Himmel und Hölle“ kritisch gesehen hat, will der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) den Entwurf der Künstlerin Susi Rosenberg im Jamnitzerpark realisieren.

Die Fotomontage zeigt, wo im Jamnitzerpark das spielerische Kunstwerk „Himmel und Hölle“ samt einer kleinen Säule platziert werden soll.
Die Fotomontage zeigt, wo im Jamnitzerpark das spielerische Kunstwerk „Himmel und Hölle“ samt einer kleinen Säule platziert werden soll.
Foto: privat/PR
Die Fotomontage zeigt, wo im Jamnitzerpark das spielerische Kunstwerk „Himmel und Hölle“ samt einer kleinen Säule platziert werden soll.
Die Fotomontage zeigt, wo im Jamnitzerpark das spielerische Kunstwerk „Himmel und Hölle“ samt einer kleinen Säule platziert werden soll.
Foto: privat/PR

„Wir suchen einen Weg, um es zu realisieren“, sagt Bürgermeister Horst Förther, zugleich erster Sör-Werkleiter, zum Projekt „Himmel und Hölle“. Wie berichtet, handelt es sich dabei um ein vielschichtiges Vorhaben, das die ehemalige Grünen-Landtagsabgeordnete und Architektin Sophie Rieger zusammen mit der Münchener Künstlerin Susi Rosenberg initiiert hat.


Nach den Plänen der Künstlerin Susi Rosenberg (li.) will Sponsorin Sophie Rieger (re.) das spielerische Kunstprojekt am Jamnitzerplatz realisieren.
Nach den Plänen der Künstlerin Susi Rosenberg (li.) will Sponsorin Sophie Rieger (re.) das spielerische Kunstprojekt am Jamnitzerplatz realisieren.
Foto: Jo Seuß
Nach den Plänen der Künstlerin Susi Rosenberg (li.) will Sponsorin Sophie Rieger (re.) das spielerische Kunstprojekt am Jamnitzerplatz realisieren.
Nach den Plänen der Künstlerin Susi Rosenberg (li.) will Sponsorin Sophie Rieger (re.) das spielerische Kunstprojekt am Jamnitzerplatz realisieren.
Foto: Jo Seuß

Der Ausgangspunkt dafür war bereits in den 90er Jahren, als Rosenberg zur Erinnerung an die deportierten Kinder einer jüdischen Schule in München einen künstlerischen Vorschlag machte, zu dem das alte Bodenspiel „Himmel und Hölle“ gehörte. Daraus entstand die Idee, das Projekt in Nürnberg zu realisieren.


Lange sei nach einem geeigneten Ort gesucht worden, betont Rieger. Vor zwei Jahren kam mit Blick auf den Jamnitzerpark in Gostenhof der Stein ins Rollen. Wegen der „vielen in diesem Viertel lebenden Kinder verschiedenster Ethnien“ und wegen der Nähe zum Standort der ehemaligen jüdischen Volks- und Berufsschule in der Oberen Kanalstraße 25 halten Rosenberg und Rieger den Standort für „besonders geeignet“.

Das Projekt sieht außer einer etwa drei Meter langen Bodenplatte, auf dem Kinder das alte Hüpfspiel „Himmel und Hölle“ machen können, eine knapp 70 Zentimeter hohe Stele vor, auf der in verschiedenen Sprachen das Spiel genannt und die historische Dimension des Kunstprojekts kurz erklärt wird. In Abstimmung mit Sör soll das Projekt unweit der Brunnenanlage relativ zentral installiert werden.


Unterstützung gibt es vom Bürgerverein und Stadtteilarbeitskreis Gostenhof, die eine solche Aufwertung des in die Jahre gekommenen Jamnitzerparks sehr begrüßen würden. Wegen diverser Schäden hatten CSU und Grünen schon 2011 gefordert, dass der Jamnitzerpark aufgemöbelt werden müsse. Von allen Stadtratsfraktionen hat Bürgervereinschef Uwe Janza positive Stimmen zu „Himmel und Hölle“ vernommen, weshalb in seiner Ansicht das Plazet des Stadtrats „eine bloße Formalie“ sei.

Ein Vorteil ist auf alle Fälle die Tatsache, dass Sophie Rieger aus ihrem Privatvermögen das spielerische Kunstwerk finanzieren will, für das „eine fünfstellige Summe“ veranschlagt ist. Als kleiner Nachteil entpuppte sich allerdings das Vorgehen der beiden Damen, deren Projekt ohne jegliches Vorabgespräch 2011 vom Beirat Bildende Kunst behandelt und abgelehnt wurde, weil man zum Beispiel in der Stele eine Nähe zur Straße der Menschenrechte sah.

Realisierung 2013?

Die kritische Einschätzung sorgt inzwischen vielfach für Verwunderung. Horst Förther will sich jedenfalls dafür einsetzen, dass das begeh- und bespielbare Objekt realisiert wird, zumal es von einem „sehr guten bürgerschaftliches Engagement“ getragen werde. Weil die Pläne zuerst im Herbst dem Werkausschuss Sör vorgestellt werden müssen, geht Förther von einer Umsetzung 2013 aus.

  



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