4°C
Donnerstag, 23.02. - 13:09 Uhr
Druckversion

Keine Angst, es ist überhaupt nicht scharf

Yongyai Ruangsin hat am Volksbad das Restaurant „Phad Thai“ eröffnet — Schon Stammkunden - 23.12. 08:59 Uhr

GOSTENHOF  - Wo schmeckt’s im Stadtteil so richtig fein? Wo schneidern Designer Ausgefallenes, entstehen witzige Möbel, gibt es pfiffiges Design made im Viertel vor der eigenen Haustür? Der Stadtanzeiger erzählt in loser Folge von Menschen im Stadtteil, die mit feinen Sachen verwöhnen. Diesmal das neue "Phad Thai" neben dem Volksbad in der Rothenburger Straße.

Buakaew Chujanad, die Chefin Yongyai Ruangsin und Kunya Ruangsin (v. li.) warten mit leckeren thailändischen Speisen auf.<autor>Stefan Hippel
Buakaew Chujanad, die Chefin Yongyai Ruangsin und Kunya Ruangsin (v. li.) warten mit leckeren thailändischen Speisen auf.Stefan Hippel

Im Gasthaus oder daheim, und zu allen Gelegenheiten isst man in Thailand „Phad Thai“. Die im Wok gebratenen Reisnudeln mit Ei, Gemüse und der aromatischen süß-sauren Tamarinden-Soße sind so etwas wie ein Nationalgericht.

Nach diesem hat die 23-jährige Yongyai Ruangsin ihr kleines Lokal neben dem Volksbad am Plärrer benannt. Wenn man am Tresen sitzt, kann man im „Phad Thai“ der Köchin zusehen, wie sie das Essen zubereitet. Mit schnellen Bewegungen rührt sie mit einer großen Schöpfkelle im Wok. Ein Baseballkäppi lässig auf dem Kopf, greift sie in Boxen voller klein geschnittener Karotten und Bohnen, mit Zitronengras, Zitronenblättern, Thai-Basilikum und anderem exotischen Gemüse und Kräuter. Die Woks über den großen Gasflammen dampfen kräftig. Phad Thai kann man mit Hühnerfleisch, Tofu (5,90) oder Garnelen (6,90) bestellen.



Und keine Angst: Es ist überhaupt nicht scharf! Nachwürzen mit Chili kann man je nach Bedarf natürlich auch. Minztee aus ganzen getrockneten Pfefferminzblättern schmeckt sehr aromatisch dazu. Aber auch Tee aus Stevia-Blättern und Florsafran empfiehlt Yongyai Ruangsin. Der sei besonders gesundheitsförderlich. Die Chefin isst die Reisnudelvariante „Phad Siew“ noch lieber als „Phad Thai“, des leicht „rauchigen-pfeffrigen“ Duftes wegen. In ihrem Lokal kann man aber auch jede Menge Vorspeisen, Salate und Hauptgerichte mit Rindfleisch, Hühnerfleisch, Ente oder Fisch unter den Augen von metergroßen Buddhafiguren essen.

Mittags trifft man hier viele Angestellte, die in der Umgebung arbeiten. Obwohl das „Phad Thai“ erst kurz offen hat, hat es in Bea Müller schon eine Stammkundin gefunden. Sie arbeitet im Reisebüro gegenüber. „War wieder köstlich!“ ruft sie beim Hinausgehen den Köchinnen zu.

Das „Phad Thai“ ist ein Familienbetrieb. Mutter und Tante arbeiten kräftig mit, die ältere Schwester flog eigens aus Amerika ein, um in den ersten Monaten Starthilfe zu leisten. Eigentlich stammt Yongyai Ruangsin aus einem kleinen Dorf im Nordosten Thailands und kam 2001 nach Nürnberg.

Nach der Ausbildung im Gastgewerbe arbeitete sie in einem Thai-Gasthaus in Freiburg mit. Aber ihre Mutter wollte, dass sie hier in Nürnberg ein eigenes Lokal aufmacht und steuerte auch Anfangskapital bei. Bei dem Essen gehen die Köchinnen gern auf die Wünsche der Gäste ein. Jeder kann den Schärfegrad selbst bestimmen.

Kontakt: Phad Thai, Rothenburger Str. 10, Mo.-Sa. 11.30–23.30, So.15.30–23.00, Tel. 928 95 928
  



Maria Inoue-Krätzler

Mail an die Redaktion



Facebook Nürnberger Anzeiger
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


Alle Ressorts

User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Foto-Blogs
Unsere Foto-Blogs
In unserem Bilderblog "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.
Statue mit Strick
In unserem Bilderblog "Auf Pirsch im Tiergarten" finden Sie tierische Fotos.
“Ey, lass uns in Ruhe!”
Suche wird durchgeführt...

Geschenk Ideen

Geschenk Ideen

Sie suchen ein nicht alltägliches Geschenk?
Im Pressearchiv Nürnberg werden Sie fündig: Historische Zeitungsnachdrucke, dazu passende Geschenkmappen und stilechte Zeitungshalter