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Vor einiger Zeit hatte Hülya die Idee zu einem interkulturellen Kochkurs. „Essen ist Völkerverständigung auf kulinarische Art“, lacht die sympathische Diplom-Sozialpädagogin, die verheiratet und Mutter dreier Kindergartenkinder ist. „Hier treffen sich Frauen verschiedener Nationen und Kulturen und die Nachfrage ist groß. Das Angebot wird sogar so gut angenommen, dass die Lehrküche im Nachbarschaftshaus schon fast zu klein ist“, freut sie sich. „Obwohl wir kaum Werbung machen, spricht sich der nächste Kochkurs herum.“
Diesmal gibt es Kebab aus Köfte (Hackfleischbällchen) mit Safranreis, Salat und einer typisch türkischen Grießsüßspeise. Die Frauen kneten die Hackfleischmasse, schnippeln Gemüse, rühren die Nachspeise und unterhalten sich angeregt – über ihre Berufe, neue Bücher oder die Sorgen und Nöte in der Erziehung ihrer Kindergarten-, Schul- oder pubertierenden Kinder. „Wir haben immer Spaß zusammen“, lacht Hülya und hebt ein bisschen die Stimme, um das ausgelassene Lachen der Damen zu durchdringen.
„Akdia wurde 2004 von in Deutschland geborenen Frauen und Männern mit türkischen Wurzeln gegründet“, erklärt sie. Ziele seien der interkulturelle Dialog, die Förderung der Bildung und der Wissenschaft sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Der Verein organisiert Vorträge und Seminare, berät Kindergärten, Schulen sowie Vereine und veranstaltet Bildungsreisen. „Wir gestalten auch Feierlichkeiten wie Weihnachten oder Ramadan, Ostern oder das Abrahamsfest mit“, lässt eine deutsche Köchin wissen.
„Jetzt wird gemeinsam gegessen“, freuen sich die Frauen. Zufrieden mit ihrem Ergebnis sitzen sie am Tisch und lassen es sich schmecken. Traditionell wird zum Abschluss Çay (türkischer Schwarztee) in den typischen Teegläsern serviert. Hülya Eroglu ist zufrieden, dass der Kochkurs auch dieses Mal türkische und deutsche Frauen zusammengebracht hat.
Kontakt: Akdia e.V., Gostenhofer Hauptstraße 25, Nürnberg, akdia@web.de, www.akdia.org
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