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Hell und freundlich ist es dort, mit hohen Bücherwänden, einem bequemen roten Sofa und einer Kaffeemaschine hinter der Bar, die etwas kann. Das Buchcafé wird auch gut angenommen. Doch der Raum ist vielseitig einsetzbar: Regelmäßig wird in der Agnesgasse 5 zu Kultur und Kleinkunst geladen. Und das für jede Altersgruppe. Da gibt es die Jazzreihe „Acoustic Colours“ und klassische Konzerte mit Studenten von der Musikhochschule, Lesungen und Diskussionen, Bücher-Tausch-Abende oder den „Treff motivierter Arbeitssuchender“.
Das Problem ist nur: Das kleine Café möchte seine Öffnungszeiten erweitern. Aktuell wird nur freitags und samstags von 14 bis 18 Uhr aufgesperrt. Zu wenig, sagt Andreas Schröter, der Leiter des Buchcafés. Doch es fehlen engagierte Mitarbeiter, die die zusätzlichen Schichten übernehmen. Zwar steht hinter dem Buchcafé Agnesgasse5 die Landeskirchliche Gemeinschaft Nürnberg, doch das Café trägt sich finanziell selbst — und zwar durch den Verkauf gebrauchter Bücher und Medien, die dem Förderverein gespendet werden.
Wer also Lust hat, ehrenamtlich im Café-Team mitzumachen oder Bücher, CDs, DVDs und Schallplatten in gutem Zustand kostenlos abzugeben hat oder sogar als Künstler einen Auftrittsort sucht, der kann sich bei Andreas Schröter unter Telefon (0911) 831871 melden — per Mail: info@agnesgasse.de
Bleibt nur noch eine Frage: Das Buchcafé Agnesgasse5 ist ein christlicher Laden. Wird man da als Nur-in-Ruhe-einen-Kaffee-trinken-Wollender gleich offensiv-freudig angesprochen und muss über Gott reden? Schröter schüttelt den Kopf. „Bewusst nicht!“ — Kontakt: www.agnesgasse5.de
Seine KulTour-Tipps: Wie jeder Mensch, so braucht auch Andreas Schröter Rituale. Demnächst geht der 44-Jährige wieder mit seinen besten Freunden auf eine Pizza ins Cinecittà und anschließend ins Kino („Django Unchained“). Den Abend lassen die Kumpels in der „Nürnberg Bar“ am Theresienplatz 1 ausklingen.
„Den für mich besten Sauerbraten — meine veganen Freunde mögen es mir verzeihen — gibt es bei Hanne im ,Blauen Stern‘ in Fischbach. Dazu natürlich ein Dunkles der Brauerei Bub aus Leinburg! Anschließend dann bei einem Verdauungsspaziergang auf dem Eisweiherweg im Naturschutzgebiet die Seele baumeln lassen.“
Zum Wagner-Jahr 2013 empfiehlt der Banker aus Fischbach, eine lange Wagner-Oper im Opernhaus zu zelebrieren, zum Beispiel „Tristan und Isolde“. Ansonsten empfiehlt er die seiner Ansicht nach „schönste Route durch die Nürnberger Altstadt — vom Hauptmarkt über den Augustinerhof, die Karlsbrücke, den Trödelmarkt und den Henkersteg zur Hallerwiese, wo am Ende eines der schönsten Bürgerhäuser zu sehen ist“. Ergänzend rät er zu einer Tour mit seiner Lieblings-Stadtführerin Brigitte Roßbach zur Kultur der Nürnberger Altstadt. „Sie schlüpft dabei gern in die Rolle historischer Figuren und verwandelt sich zum Beispiel in die Marktfrau aus Neunhof.“ (Kontakt: 0173/8235076)
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.
In unserer Fotoserie "Auf Pirsch im Tiergarten" finden Sie tierische Fotos.