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Dann stellt sich jeweils ein Kunstschaffender aus der Region vor und den Fragen eines interessierten Publikums. Musiker waren hier schon ebenso zu Gast wie Schauspieler und Techniker. Armin Ulbrich ist der Mensch, der die beliebte Reihe seit 2007 ehrenamtlich betreut.
Der 72-Jährige sitzt im Seniorenrat der Stadt und verfolgt begeistert und mit Leidenschaft das kulturelle Geschehen in und um Nürnberg. Mehrmals in der Woche pilgert der ehemalige Lehrer mit seiner Frau ins Theater, ins Kino oder in die Oper. Viele Kontakte ergeben sich dabei rein aus Zufall. Den Kinokritiker Herbert Heinzelmann zum Beispiel lernte er auf einer Reise nach Tokio kennen – was gleich schon wieder neue Türen öffnete.
Eine einzige Absage hat Armin Ulbrich in fünf Jahren bekommen. Alle anderen sind seiner Einladung gerne gefolgt, um im Zeitungscafé von ihrer Arbeit vor, auf, neben oder hinter der Bühne zu erzählen. Wobei der „Treffpunkt Theater 50plus“ nicht nur die Stars der lokalen Szene präsentieren möchte, sondern gerade auch mal die Souffleuse, den Statistenführer, die Sekretärin und den Inspizienten.
Frage an den Fachmann: Ab wann ist man eigentlich Senior? „Senior ist man laut Satzung ab 55“, erklärt Armin Ulbrich, der den „Treffpunkt Theater 50plus“ auch selbst moderiert. An der Einrichtung schätzt der Herpersdorfer vor allem, dass man prima Einblicke in die heimische Kulturlandschaft bekommt.
Nächster Termin beim „Treffpunkt Theater 50plus“ ist am Mittwoch, 25.Januar. Dann ist ab 14.30 Uhr Gerd Fischer zu Gast im Zeitungscafé (Eingang über die Peter-Vischer-Straße), der Chef von Tassilo- und Mühlentheater. Der Eintritt ist frei.
Seine KulTour-Tipps: Auch abseits der „Theater 50plus“- Reihe schätzt Armin Ulbrich das Zeitungscafé – unter anderem wegen der vielen Tageszeitungen aus aller Welt, die man dort kostenlos lesen kann. Sein Gastro-Tipp ist der Grieche „Dimitra 1“ in der Anne Frank-Straße 50 unweit vom Südbad: „Da kriegt man auch spät abends nach dem Theater oder der Oper noch etwas Feines zu essen!“
Gespannt ist der Senior auf die Inszenierung von „La Traviata“, die am 28.Januar Premiere feiert. Für sehr sehenswert hält er das Ballett „Der Nussknacker“, ebenfalls im Opernhaus. Wer auf üppige Bühnenbilder verzichten kann, ist seiner Ansicht nach bei Verdis „Der Korsar – Il corsaro“ richtig, das rein konzertant gespielt wird. Nächster Termin: 9. Februar.
Buchtipp: „Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger – „so herrlich!“
Und dann immer wieder die Reihe „Klassik im Kino“ im Cinecittà. „War das neulich eine Gaudi, als René Pape bei einer Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera in New York seine Mama gegrüßt hat, die ebenfalls im Cinecittà saß!“
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.
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