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Der Künstler erklärt: „Ein Ork-Gesicht besteht aus verschiedenen Schichten und wird in langer Arbeit aus Latex und viel Farbe gestaltet. Das dauert gut sechs Stunden, während Zombies oder Vampire relativ schnell gemacht sind.“
In den 1990er Jahren kam der Endfünfziger zum ersten Mal mit Bodypainting in Berührung. „Ich betrieb einen Fachhandel für Kunstmalerbedarf und hatte plötzlich Bodypaint-Farben in der Hand. Die wollte ich ausprobieren, bevor ich sie meinen Kunden empfehle“, erinnert er sich.
Mittlerweile hat er es in der Bodypainter-Szene zu Rang und Namen gebracht und erreicht bei den „World Bodypainting Awards“ regelmäßig hohe Platzierungen. Im vergangenen Jahr belegte er in der Kategorie „Flour Awards“, bei denen Models mit Schwarzlicht-tauglichen Farben bemalt werden, Platz 8 und Rang 26 bei den Special Effects. „In der Kategorie musste ich gegen Leute wie die Wolfe-Brothers antreten. Das sind die besten der Welt, die in Hollywood auch die Orks geschminkt haben.“
Dafür, dass er keine Maskenbildnerausbildung habe, behaupte er sich recht gut“, gibt sich Mattischeck, der im echten Leben einen Hausmeister-Service mit Winterdienst betreibt, betont bescheiden.
„Das Faszinierende an meiner Arbeit ist, dass ich neue Wesen erschaffen oder Träume lebendig werden lassen kann.“ Viele Figuren erfinde er selbst, während ihm bei Weltmeisterschaften Themen vorgegeben werden.
Im Atelier in der Scheurlstraße 5 in Glockenhof hängen viele Fotos, die einem die Gänsehaut über den Rücken jagen. Darauf sind Models abgebildet, die für Szenen aus Horrorfilmen gepaintet wurden, darunter „Chucky die Mörderpuppe“ oder „Blutgericht in Texas“.
„Mein Arbeitsblut stelle ich aus Wasser, Speisestärke und Lebensmittelfarbe her“, erzählt Mattischeck. Wenn er sich tatsächlich mal verletze und blute, glaube ihm das mittlerweile schon keiner mehr, lacht er. Am 16. Februar findet in seinem Atelier ab 19 Uhr eine eintrittsfreie Vernissage statt, zu der Interessierte herzlich willkommen sind.
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