34°C
Mittwoch, 19.06. - 16:57 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Maler verwandelt Menschen in Monster

Walter Mattischeck ist ein begabter Bodypainter — Erfolgreich bei Weltmeisterschaften — Blut fließt - 23.01.2013 08:14 Uhr

Nürnberg  - Aktiv in Nürnberg: Der Stadtanzeiger stellt Menschen vor, die in ihrer Freizeit etwas Besonderes unternehmen. Wie verwandelt sich ein Mensch in einen der gruseligen „Orks“ im Film „Herr der Ringe“? Walter Mattischeck, Nürnberger Bodypainter und Special Effects Artist, schminkt Elfen ebenso wie Hexen. Er verbaut Pappmaché, Hula-Hoop-Reifen, Bauschaum, Strohhalme oder Heizungsrohr-Ummantelungen zu Drachen, Helmen, Hörnern oder Kopfbedeckungen für seine Figuren.

Walter Mattischeck bei der Arbeit: Der Endfünfziger lässt gerne seiner Fantasie freien Lauf.
Walter Mattischeck bei der Arbeit: Der Endfünfziger lässt gerne seiner Fantasie freien Lauf.
Foto: Dominique Möller-Alexandru
Walter Mattischeck bei der Arbeit: Der Endfünfziger lässt gerne seiner Fantasie freien Lauf.
Walter Mattischeck bei der Arbeit: Der Endfünfziger lässt gerne seiner Fantasie freien Lauf.
Foto: Dominique Möller-Alexandru

Der Künstler erklärt: „Ein Ork-Gesicht besteht aus verschiedenen Schichten und wird in langer Arbeit aus Latex und viel Farbe gestaltet. Das dauert gut sechs Stunden, während Zombies oder Vampire relativ schnell gemacht sind.“

In den 1990er Jahren kam der Endfünfziger zum ersten Mal mit Bodypainting in Berührung. „Ich betrieb einen Fachhandel für Kunstmalerbedarf und hatte plötzlich Bodypaint-Farben in der Hand. Die wollte ich ausprobieren, bevor ich sie meinen Kunden empfehle“, erinnert er sich.

Mittlerweile hat er es in der Bodypainter-Szene zu Rang und Namen gebracht und erreicht bei den „World Bodypainting Awards“ regelmäßig hohe Platzierungen. Im vergangenen Jahr belegte er in der Kategorie „Flour Awards“, bei denen Models mit Schwarzlicht-tauglichen Farben bemalt werden, Platz 8 und Rang 26 bei den Special Effects. „In der Kategorie musste ich gegen Leute wie die Wolfe-Brothers antreten. Das sind die besten der Welt, die in Hollywood auch die Orks geschminkt haben.“


Bilderstrecke zum Thema
Walter Mattischeck ist Bodypainter aus Nürnberg. Als er Anfang der 90er Jahre Bodypaint-Farben in das Sortiment seines Kunsthandels aufnahm, konnte er es sich nicht nehmen lassen diese auch auszuprobieren. Zuerst bemalte er Gogo-Tänzerinnen. Viele Übungsstunden später nahm er im Jahr 2007 erstmals an den World-Bodypainting-Awards teil.

Dafür, dass er keine Maskenbildnerausbildung habe, behaupte er sich recht gut“, gibt sich Mattischeck, der im echten Leben einen Hausmeister-Service mit Winterdienst betreibt, betont bescheiden.

„Das Faszinierende an meiner Arbeit ist, dass ich neue Wesen erschaffen oder Träume lebendig werden lassen kann.“ Viele Figuren erfinde er selbst, während ihm bei Weltmeisterschaften Themen vorgegeben werden.


Video zum Thema
22.01.2013: Der Nürnberger Künstler Walter Mattischeck ist Bodypainter und nimmt an den Weltmeisterschaften teil. Model Saskia bekommt von ihm eine zweite Haut in Form der indischen Göttin Ganesha. D. Möller-Alexandru und L. Körber für nordbayern.de

Im Atelier in der Scheurlstraße 5 in Glockenhof hängen viele Fotos, die einem die Gänsehaut über den Rücken jagen. Darauf sind Models abgebildet, die für Szenen aus Horrorfilmen gepaintet wurden, darunter „Chucky die Mörderpuppe“ oder „Blutgericht in Texas“.


Hübsch und hässlich zugleich: In Mattischecks Atelier lässt sich
Hübsch und hässlich zugleich: In Mattischecks Atelier lässt sich's gut gruseln.
Foto: Dominique Möller-Alexandru
Hübsch und hässlich zugleich: In Mattischecks Atelier lässt sich
Hübsch und hässlich zugleich: In Mattischecks Atelier lässt sich's gut gruseln.
Foto: Dominique Möller-Alexandru

„Mein Arbeitsblut stelle ich aus Wasser, Speisestärke und Lebensmittelfarbe her“, erzählt Mattischeck. Wenn er sich tatsächlich mal verletze und blute, glaube ihm das mittlerweile schon keiner mehr, lacht er. Am 16. Februar findet in seinem Atelier ab 19 Uhr eine eintrittsfreie Vernissage statt, zu der Interessierte herzlich willkommen sind.

Sind Sie begeistert in einem Verein dabei? Vielleicht suchen Sie Gleichgesinnte, die mit Ihnen Filmklassiker anschauen oder Aquarelle malen? Melden
Sie sich beim Nürnberger Stadtanzeiger. Per Telefon 216-2416, Fax 216-1570 oder E-Mail an
nn-anzeiger@pressenetz.de
  

Sabine Beck

Mail an die Redaktion


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Facebook Nürnberger Anzeiger
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


Fotoserien
Unsere Fotoserien
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.
Neue Werbestrategie
In unserer Fotoserie "Auf Pirsch im Tiergarten" finden Sie tierische Fotos.
Auf der Suche
Suche wird durchgeführt...

Geschenk Ideen

Geschenk Ideen

Sie suchen ein nicht alltägliches Geschenk?
Im Pressearchiv Nürnberg werden Sie fündig: Historische Zeitungsnachdrucke, dazu passende Geschenkmappen und stilechte Zeitungshalter