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Bürgermeister Horst Förther berichtete bei der Jahreshauptversammlung von dem Plan des Schulbürgermeisters Klemens Gsell, das Bad nicht am bisherigen Platz, sondern in Zusammenhang mit der notwendigen Erneuerung der Bertolt-Brecht-Schule im Baugebiet Langwasser T an der Karl-Schönleben-Straße gegenüber der Großen Straße zu bauen. Dies brächte eine jahrelange Verzögerung mit sich.
Die Langwasser SPD fordert Stadtrat und Stadtverwaltung nun auf, die vorhandenen Pläne zur Neuerrichtung des Langwasserbades in der bestehenden Form beschleunigt umzusetzen. „Die verschiedensten Überlegungen zu alternativen Nutzungskonzepten, architektonischen Änderungen und Standorten müssen beendet werden“, so lautet der Antrag der Genossen. Begründung: Mit der Schließung des Freibades und der ausgeweiteten Nutzung als Schulbad nähmen die Bürger von Langwasser schon seit Jahren Einschränkungen hin. Dies betreffe in besonderem Maße die Senioren.
Zwei weitere Bauprojekte liegen den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins am Herzen: „Mit Erstaunen und Verärgerung reagiert die Langwasser-SPD auf die Verzögerungen bei der Renovierung des Gemeinschaftshauses“, heißt es in einem weiteren Antrag, in dem gefordert wird, die ursprünglichen Zeitpläne einzuhalten.
Wie Walter Müller-Kalthöner, Leiter des Gemeinschaftshauses, auf Anfrage mitteilt, hätte der erste Bauabschnitt im Dezember beendet sein sollen, „jetzt wird es Mai“. Hauptgrund seien Personalprobleme einer ausführenden Firma gewesen. Der Betrieb im Haus sei kaum mehr beeinträchtigt. Die Verzögerung führe nicht zu einer Kostensteigerung, so Müller-Kalthöner, der hofft, dass sich der zweite Bauabschnitt bald anschließt: „Wir befinden uns in einer lähmenden Übergangssituation, langfristige Planungen sind nicht möglich.“
Ein Problem sehen die Genossen zudem in den Verzögerungen bei der Errichtung des zweiten Unterstellplatzes für Jugendliche, der auf Vorschlag der SPD an der Breslauer Straße entstehen soll (der Stadtanzeiger berichtete). Mit dem Neubau des Langwasserbades und der damit verbundenen Errichtung der sogenannten Pixelstadt sei der Standort des ersten Unterstellplatzes neben dem Bad gefährdet. Die Langwasser SPD erwartet vom Planungsträger wbg, dass dieser einen Ersatzstandort anbietet und die Kosten hierfür übernimmt. Vorschläge, die Gelder aus dem Wegfall des ersten Unterstellplatzes für den in Planung befindlichen zweiten zu verwenden, werden abgelehnt. Das Konzept der Unterstellplätze für Jugendliche in Langwasser soll weiter entwickelt werden.
Aber nicht nur die Probleme der Jugendlichen beschäftigen die Genossen, auch um die ältere Generation will man sich kümmern. Hier soll alles getan werden, dass die Stadtteilbewohner möglichst lange in ihren Wohnungen und ihrem Quartier bleiben können. Da gelte es, sich um viele Probleme zu kümmern: die Wohnsituation, der Straßenverkehr, der öffentliche Nahverkehr, das Einkaufen, Arztbesuche, soziale Dienste, die Kultur und Unterhaltung sowie den Umgang mit der modernen Technik und den Medien. Dieser Problematik will man in diesem Jahr einen Schwerpunkt der Arbeit widmen.
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