|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Herr Brochier, Nürnberg hat statistisch 97 Stadtbezirke, aber erst drei Stadtteilpaten. Sind Sie unzufrieden?
Alexander Brochier: Nein, überhaupt nicht. Es braucht nicht jeder Stadtteil einen Paten. Ich würde jedenfalls niemanden suchen für Erlenstegen oder Ziegelstein.
Wieso nicht?
Brochier: Weil ich einen problemorientierten Ansatz habe und mich auf Stadtteile konzentriere mit vielen Hartz-IV-Empfängern und alleinerziehenden Eltern. Viertel mit überdurchschnittlich junger Bevölkerung, hohem Migrantenanteil und Defiziten bei Bildung und sozialer Teilhabe.
Und wie viele solcher Viertel, die einen Paten benötigen, gibt es Ihrer Meinung nach?
Brochier: Fünf oder vielleicht sechs. Natürlich könnte man auch für weitere Viertel Stadtteilpaten finden, aber da wäre der Schwerpunkt der Arbeit sicher ein anderer.
Dann ist mit drei Paten also schon viel erreicht?
Brochier: Ja, ich bin hochzufrieden. Mein ursprüngliches Ziel war es, jedes Jahr einen neuen Paten zu finden. Jetzt sind wir im zweiten Jahr bereits zu dritt. Neben Ulrich Griebel von Schwan-Stabilo, der die Patenschaft für St.Leonhard und Schweinau übernommen hat, habe ich übrigens eine weitere Person angesprochen. An der bin ich im Augenblick noch dran...
Ist die Stadtteilpatenschaft so unattraktiv, dass Sie sie nur so wenigen anbieten?
Brochier: (lacht) Nein, nein. Aber ich kann nur jemanden ansprechen, von dem ich weiß, dass er diese Aufgabe finanziell stemmen könnte, sich langfristig engagieren will und einen Bezug hat zu dem Stadtteil, für den er die Patenschaft übernimmt.
Zum Beispiel?
Brochier: Eine Persönlichkeit wie Frau Henriette Burkhard-Schmidt wäre etwa für Langwasser eine ideale Patin. Sie hat dort ihren Unternehmenssitz und engagiert sich bereits seit Jahren bei vielen Projekten. Aber sie ist nicht der Kandidat, von dem ich vorhin bezüglich eines anderen Stadtteils gesprochen habe.
Neben weiteren Paten wollten Sie auch Förderer für den eigenen Stadtteil gewinnen. Wie steht es damit ?
Brochier: Mein Ziel ist, jeden Euro, den ich einbringe, zu verdoppeln. Nachdem wir im ersten Jahr nur 5000 Euro mobilisieren konnten, schaffen wir heuer 30000. Und ich bin zuversichtlich, dass das auch langfristig machbar ist, da es genug Menschen gibt, die helfen wollen und händeringend nach guten Projekten suchen, um ihr Geld loszuwerden.
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.