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Neuer Wöhrder Markt ist Zukunftsmusik

Anwohner wünschen sich mehr Grün, Hausbesitzer fürchten Kosten - 30.05.2012 08:00 Uhr

WÖHRD  - Wie lässt sich für Wöhrd ein Marktplatz gestalten? Diese Frage konnten Anwohner beim Stadtteilbesuch „Freitag ab Vier“ der SPD-Stadtratsfraktion vor Ort diskutieren.

Anwohner diskutierten eifrig darüber, wie in Wöhrd ein neuer Marktplatz aussehen sollte.
Anwohner diskutierten eifrig darüber, wie in Wöhrd ein neuer Marktplatz aussehen sollte.
Foto: Gerullis
Anwohner diskutierten eifrig darüber, wie in Wöhrd ein neuer Marktplatz aussehen sollte.
Anwohner diskutierten eifrig darüber, wie in Wöhrd ein neuer Marktplatz aussehen sollte.
Foto: Gerullis

Den Wunsch nach einem zentralen Marktplatz in Wöhrd, wie es ihn vor dem Zweiten Weltkrieg bereits einmal gab, hegen viele Anwohner. Der hiesige Bürgerverein bemüht sich seit der Verkehrsberuhigung 1993, die Planungen für eine zentrale Begegnungsstätte rund um die Bartholomäuskirche voranzutreiben. Bislang sind aber alle Pläne mangels Finanzierung in der Schublade gelandet.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat das Thema nun im Rahmen ihrer monatlichen Stadtteilrundgänge „Freitag ab Vier“ wieder ins Gespräch gebracht. „Wöhrd ist ein traditionsreicher Stadtteil, der sich trotz massiver Zerstörung im Krieg eine kleinstädtische Idylle bewahrt hat“, sagte Gabriele Penzkofer-Röhrl, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Stadtteilbetreuerin. Rund 30 Anwohner waren gekommen, um mit Vertretern des Verkehrsplanungs- und Stadtplanungsamtes über Möglichkeiten einer Marktplatz-Realisierung zu diskutieren. Allerdings nach wie vor unter dem Vorbehalt, dass „eine Finanzierung nicht in Sicht ist“, wie Karen Kampe vom Stadtplanungsamt betonte.


Klar wurde jedoch, dass die Anwohner zwar mehrheitlich für einen neuen Markplatz sind, die Meinungen über das „wie“ jedoch auseinander gehen. Während die einen für mehr Bäume und weniger Parkplätze plädierten, sahen einige Vermieter gerade dadurch einige Probleme auf sich zukommen.

Zu wenig Parkplätze

„Es herrscht hier eh ein enormer Parkplatzmangel, wenn es noch weniger werden, können wir unsere Wohnungen nicht mehr vermieten“, meinte einer. Außerdem fragen sich die benachbarten Eigentümer, ob sie für die Umgestaltung des Platzes zur Kasse gebeten werden. Robert Wunder, stellvertretender Leiter des Verkehrsplanungsamtes, bestätigte, dass es für eine finanzielle Beteiligung der Anlieger eine rechtliche Grundlage gibt, was die Euphorie erheblich dämpfte.

Mehr Einigkeit herrschte beim zweiten Anlaufpunkt des Stadtteilrundganges, dem Wöhrder See. Hier stand weniger Diskussion als Information über den Umbau im Vordergrund. 

Manuela Prill


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