|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Steins Verwaltung hat sich nochmals mit den Zahlen auseinandergesetzt. Die Forderung der Stadt: Die Regierung von Mittelfranken und das Staatliche Bauamt Nürnberg sollen die Umbaupläne für die Hauptstraße, die zugleich Bundesstraße ist, abspecken.
Drei Zählungen existieren für die B14. Je nach Zählstelle und je nach Jahr schwanken sie zwischen 34500 (Jahr 2000 an der Kreuzung Schloss) und 28300 (Jahr 2010 an der Zählstelle Felsenstraße). Das Verkehrsgutachten, das das Staatliche Bauamt im Hinblick auf das Projekt Forum in Auftrag gab, nimmt als Basis den Wert aus dem Jahr 2005. Damals addierten die Zähler 32000 Fahrzeuge. Durch das Forum, so die Prognose, kämen Tag für Tag 6650 Fahrten hinzu.
Die Konsequenz des Staatlichen Bauamtes: Die Hauptstraße muss von der Kreuzung Schloss bis zur Einmündung Deutenbacher Straße in Richtung Ansbach zweispurig befahrbar sein. Und dafür müssen die Querungshilfen und Parkplätze geopfert werden.
Das will aber Steins Stadtrat nicht und deshalb rechnet Bürgermeister Kurt Krömer anders und führt dies in einem Schreiben an die Regierung von Mittelfranken aus. Seine Ausgangsbasis sind 6570 zusätzliche Fahrten, denn er zieht beispielsweise die Beschäftigen des Forums gleich ab. Und nicht alle künftigen Kunden kommen aus Nürnberg, betont er, sondern nur geschätzte 35 Prozent, also 2300.
In dem Schreiben an die Regierung heißt es außerdem, es sei „...nur die Fahrtrichtung Nürnberg—Ansbach zu betrachten...“. Das halbiert die Fahrten und übrig bleiben 1150 zusätzliche Pkw, die das Forum ansteuern. Theoretischer stündlicher Wert in der Spitzenzeit zwischen 15 und 18 Uhr: 315 zusätzliche Autos. Die 30 bis 40 zusätzlichen Lkw pro Tag bleiben in den Berechnungen unberücksichtigt.
Ist für 315 Wagen mehr ein solch aufwendiger erneuter Umbau der Hauptstraße erforderlich, wie ihn das Staatliche Bauamt fordert? Das fragt Bürgermeister Krömer und schiebt ein „Nein“ hinterher. Die Stadt hält zwei Spuren auf dem Abschnitt Stein Schloss und Mühlstraße in Richtung Ansbach für ausreichend. Dazu müsste nur die schon lange als Stauursache ausgemachte Querungshilfe in Höhe der Felsenstraße entfernt werden, statt ihrer soll eine Ampel kommen. Alle anderen Fußgängerinseln könnten bleiben.
Auf der städtischen Wunschliste steht außerdem: Der zweite Streifen soll nach der Rednitzbrücke zu einer Abbiegespur in Richtung Mühlstraße werden. Dazu hatte es in Stein bereits 2011 einen Vorstoß gegeben, der allerdings nicht nur zu Anwohnerprotesten geführt hatte, sondern auch von der Regierung von Mittelfranken abgelehnt worden war. Ganz wichtig ist Krömer das Thema Ampelschaltung. Informationen des Verkehrsplanungsamtes der Stadt Nürnberg hätten ergeben, dass es hier Verbesserungsmöglichkeiten gebe, zeigt sich Steins Bürgermeister überzeugt. Vor allem müsse die Steuerung der Anlagen in Stein und Nürnberg angeglichen werden.
Noch stehen im Rathaus Antworten aus Ansbach und Nürnberg aus, doch es sollen wieder einmal Gespräche zum Thema Hauptstraße stattfinden.
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.