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Oft fehlt das Geld

Im Nürnberger Radwegenetz gibt es noch viele Lücken - 24.01. 07:59 Uhr

NÜRNBERG  - Der Zustand der Radwegenetzes ist ein dringliches Problem. Nachdem der Etat für deren Sanierungsmaßnahmen 2009 erhöht wurde, haben die Grünen nun einen Sachstandsbericht gefordert. Ergebnis: Die Ausbauplanungen laufen zwar, aber es fehlt vielfach das Geld.

Schon umgesetzt wurde vergangenes Jahr der Radweg in der Mögeldorfer Hauptstraße.
Schon umgesetzt wurde vergangenes Jahr der Radweg in der Mögeldorfer Hauptstraße.
Foto: Weigert

Auf Antrag der Grünen hat das Baureferat eine Bestandsaufnahme für den Verkehrsausschuss am 19.Januar erarbeitet. Darin wird betont, dass Maßnahmen für wichtige Radwege in der Ansbacher Straße, Äußeren Bayreuther Straße und Hinter dem Bahnhof bereits beschlossen sind, wenn auch aus Finanzgründen die Realisierung noch auf sich warten lässt.

Ganz oder teilweise umgesetzt habe man zudem die Radwege An der Radrunde, in der Erlanger Straße, in der Katzwanger Straße, am Kleinreuther Weg, in der Marienstraße sowie im der Mögeldorfer Hauptstraße. Streifen in der Fürther Straße, Ostendstraße und Rothenburger Straße befinden sich dabei im ersten Abschnitt.



Zum weiteren Vorgehen beim Radwegeausbau laufen derzeit Abstimmungen innerhalb der Verwaltung. Betroffen sind davon die Fürther Straße, die Gibitzenhofstraße, die Leyher Straße, die Lobsingerstraße, die Rollnerstraße, die Rothenburger Straße und die Willstraße.

Stadt dämpft Hoffnungen

Zwar ist damit laut dem städtischen Bericht ein Viertel der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) aufgelisteten dringlichsten Maßnahmen in Arbeit, doch gleichzeitig dämpft die Stadt mit ihrer Stellungnahme die Hoffnungen: Da bei einem Großteil der Infrastrukturmaßnahmen einfache bauliche Anpassungen nicht ausreichend oder unwirtschaftlich seien, sind diese nur noch durch komplette Straßenumbauten realisierbar. Für diese fehle jedoch häufig das Geld, so dass den Prioritäten entsprechend gehandelt werde.

Eine Umsetzung der laut ADFC nötigen Maßnahmen für die Adolf-Braun-, Gibitzenhof-, Hügel- und Sigmundstraße sei wegen der geringen Straßenbreite oder aufgrund zu wenig verfügbaren Platzes „auch auf lange Sicht nicht zu erwarten“, heißt es im Bericht. Trotzdem sollen einige Lücken im Radwegenetz geschlossen oder Konfliktpunkte beseitigt werden.

Die Stadt will sich zum Beispiel im Rahmen „ohnehin anstehender Straßenbauprojekte“ bemühen, die Wegeverbindung in der Gutenstetter Straße zu schaffen oder den Radstreifen entlang des Nordwestrings zu verbreitern. Zudem soll ein Radweg an der Ostseite des Laufertorgrabens geschaffen werden. Verbindungen sollen zügig auch in der Äußeren Laufer Gasse und Bahnhofstraße sowie westlich des Ludwigstors und „übergeordnet“ im Rednitztal entstehen. Den Verantwortlichen der Stadt ist dabei bewusst: „Die Umsetzung des Radwegenetzplans wird eine mittel- bis langfristige Aufgabe bleiben.“

  



Alexandra Haderlein

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