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Als Reaktion auf die in ihren Augen unbefriedigende Antwort der Verwaltung auf den Grünen-Antrag haben sich IG Burgviertel und ADFC in Stellungnahmen vor dem Verkehrsausschuss am14.April zu Wort gemeldet. Die Situation des Radverkehrs im Burgviertel werde „leider kaum betrachtet“, kritisiert der ADFC-Vorsitzende Jens Ott. Er sieht aus unterschiedlichen Gründen Handlungsbedarf.
Vor allem das holprige Pflaster, die enge Fahrbahn und die Gefährdung durch den Autoverkehr nennt er als Schwachpunkte in der Bergstraße. Hier wünscht sich der ADFC eine — auch von den Grünen ins Spiel gebrachte — „Tempo-10-Zone“, in der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind und zudem ein neuer Belag den Komfort erholen soll.
Wichtig ist der Bereich unterhalb des Tiergärtnertors auch wegen der Wegebeziehungen in die Nachbarviertel. Die Verbindungen nach St.Johannis, in die Nordstadt und zum Neutor müssten verbessert werden. Auf der im Sommer viel frequentierten Fläche am Dürer-Haus hofft der ADFC zudem auf attraktive Fahrradabstellanlagen. Die von der Stadt geplanten Standorte am Augustinerhofareal und bei der Tetzelgasse seien zu weit entfernt.
Unterstützung bekommt Ott bei diesem Punkt von der IG Burgviertel, die es für „traumhaft“ hält, wenn das Radfahren hier entgegen der Fahrtrichtung erlaubt werden würde. Im Interesse von Fußgängern und Radfahrern fände es Werner Kokott, Chef der IG Burgviertel, gut, wenn die Kehre vor dem Tiergärtnertor „mit etwas dunkler abgesetzten Steinen besser gekennzeichnet werden würde“.
Beim Tiergärtnertorplatz wünscht sich die IG das Aufstellen von Pflanztrögen. Beete und Pflanzstreifen werden dagegen abgelehnt, weil sie potenzielle Müll- und Hundekot-Halden seien. Zudem wird eine veränderte Möblierung angeregt: Die seit langem aufgestellten „Pilze“ seien „unansehnlich, wackelig und verschmiert“, zudem störe ein „unübersichtlicher Schilderwald“.
Durch neue Verkehrszählungen hofft Kokott, dass es verschärfte Maßnahmen gegen Raser und Schleichwegverkehr geben wird. Hier sieht die Stadt bisher keinen Handlungsbedarf. Die IG Burgviertel möchte allerdings nicht nur fordern, sie will auch etwas beisteuern: Geld für drei Sitzbänke am Tiergärtnertor sei vorhanden — es soll der Stadt zur Verfügung gestellt werden.
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