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Premiere mit Mundart-Rock

Musikalisches Experiment vor der Gostenhofer Dreieinigkeitskirche - 19.07.2012 07:59 Uhr

Rock‘n‘Roll-Pianist „Miller the Killer“ wird am Sonntag ab 12.30 Uhr beim Mundart-Festival in Gostenhof auch Lieder von Maximilian Kerner servieren.

Rock‘n‘Roll-Pianist „Miller the Killer“ wird am Sonntag ab 12.30 Uhr beim Mundart-Festival in Gostenhof auch Lieder von Maximilian Kerner servieren. © PR


Für Aufsehen hatte die Gostenhofer Gemeinde in den letzten Jahren regelmäßig mit Jazz-Konzerten gesorgt, was insbesondere mit Kantor Christian Gabriel zu tun hatte, dessen Stelle – wie berichtet – von Kürzungen der Evangelischen Landeskirche betroffen war. Gabriel klagt weiter auf Wiedereinstellung, Pfarrer Peter Bielmeier hofft darauf, dass die Teilzeitstelle demnächst wieder besetzt wird. Bis dies der Fall ist, will er gezielt neue Akzente setzen.

Nach der auch heuer wieder erfolgreichen Rock-Kirchweih geht jetzt vom 20. bis 22.Juli das erste Mundart-Festival über die Freiluftbühne vor der Kirche. Dialekt-Rock aus ganz Bayern ist angesagt. Zum Auftakt gibt es zuerst „Beatles“-Songs mit oberpfälzischen Texten mit „B.o.s.s.“ aus Regensburg. Fränkisch geht es zuerst am Samstag, 11 Uhr, mit Liedern vom „Nämbercher Gwerch“ zu. Niederbayerisches Musikkabarett ist im Anschluss ab 18.30 Uhr mit der sechsköpfigen „Musicatastropha“ aus Zwiesel angesagt.

Bis 22 Uhr wird es auf der „Event-Anlage“ (Bielmeier) zwischen Dreieinigkeitskirche und Veit-Stoß-Anlage rundgehen. Die Schanzenbräu-Brauerei und „Vetters Imbiss“ sorgen als Partner des Mundart-Festivals für kulinarische Genüsse.

Noch mal kernig und mitreißend wird es am Sonntag ab 12.30 Uhr mit „Miller the Killer“, der samt seinem heißen Rock’n’Roll-Piano fränkische Gassenhauer serviert, inklusive Songs des unvergessenen Liedermachers Maximilian Kerner. Um 18 Uhr sorgen die „Isarrider“ mit Alpenrock aus München für den Schlusspunkt.

Für Pfarrer Bielmeier ist das Mundart-Festival aber auch ein Experiment mit Perspektive für mehr. Ihm schwebt künftig eine „Gostenhofer Festwoche“ von der Kärwa bis zum Stadtteilfest vor, in der neben Rockmusik und Mundart auch internationale Folklore über Kooperationen mit Migrantenvereinen aus dem Nachbarschaftshaus erklingen könnte.

Oben auf seiner Wunschliste steht zudem noch ein kircheneigener Gospel-Chor, den möglichst der neue Kantor aufbauen soll. Und Platz für Gastspiele des Jazz-Organisten Christian Gabriel gibt es in Gostenhof natürlich auch weiterhin — zwei Konzerte sind bereits für diesen Herbst in Planung.

  

Jo Seuß

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