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Public Viewing ohne Erlaubnis

Gaststätte des Schwimmerbunds Bayern 07 missachtet städtisches Verbot - 27.06.2012 07:59 Uhr

Trendig: Der Biergarten im Freibad des Schwimmerbunds Bayern 07 will Partyvolk anziehen. Trotz Verbot haben es die Betreiber auch mit EM-Gucken auf der Großleinwand probiert.

Trendig: Der Biergarten im Freibad des Schwimmerbunds Bayern 07 will Partyvolk anziehen. Trotz Verbot haben es die Betreiber auch mit EM-Gucken auf der Großleinwand probiert. © Goebel


„Trotz fehlender Erlaubnis fand im SunsetBay07 ein Public Viewing statt“, sagt Robert Pollack vom Ordnungsamt. Zudem konnten die Gäste, die von den Wirten, trotz fehlender Erlaubnis für das Public Viewing, noch am letzten Samstag via Facebook dazu eingeladen wurden, über die Sperrzeit hinaus draußen sitzen bleiben.

Bis spätabends geguckt

Eigentlich muss in dem „Beachclub“ mit Holzdeck, Palmen und Liegestühlen um 21.30 Uhr Schluss und Ruhe sein, „daran haben sich die Betreiber aber nicht gehalten“, sagt Pollack. Derzeit werde deshalb geprüft, ob sie ein Bußgeld zahlen müssen.

Das Ordnungsamt habe von dem unerlaubten Spielegucken auf dem Sportvereinsgelände am Pulversee durch eine polizeiliche Meldung erfahren, erklärt der Leiter des Ordnungsamts. Bei der Bauordnungsbehörde gingen nach dem Spieleschauen bis in den späten Abend gleich mehrere Beschwerden von Anwohnern ein. „Als ich nach 22 Uhr zum Pulversee gelaufen bin, war natürlich die Großleinwand — die doch angeblich nicht genehmigt ist — voll in Betrieb“, schreibt eine Nachbarin über den Abend des 17. Juni an die Verwaltung. Es sei auch im absoluten Halteverbot geparkt worden.

„Wir haben den Betreibern einen Untersagungsbescheid zugeschickt und Zwangs-geld angedroht“, sagt Pollack. Die Polizei kontrollierte beim Viertelfinalspiel der Deutschen und wird auch an allen noch ausstehenden EM-Abenden zum Pulversee fahren, um zu überprüfen, ob die Leinwand tatsächlich schwarz bleibt.

Vereinsmitglieder des Schwimmerbundes sind nicht nur über das Fußballsehen sauer. Als am 8. Juni in der Gastronomie ein Salsa-Workshop stattfand und dafür sechs Euro Eintritt verlangt wurden, beschwerte sich ein Mitglied. Es könne doch wohl nicht angehen, dass er Geld zahlen müsse, nur um ins Vereinslokal gehen zu können. Schließlich seien für den Umbau Mitgliedsbeiträge verwendet worden. „Ist die Genehmigung der Gastronomie nicht an die Bedingung geknüpft, für Mitglieder und Badegäste da zu sein? Das Gegenteil ist offensichtlich der Fall“, stellt er verwundert fest. 

UTE MÖLLER

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