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Radfahrer und Löcher erhitzen die Gemüter

Müll, Lärm und viele Verkehrsthemen prägen die Bürgerversammlung in Wöhrd — OB Maly appelliert an mehr Rücksicht und Toleranz - 31.01.2013 08:14 Uhr

WÖHRD/RENNWEG/TULLNAU  - Müll, Lärm, Tempo 30, Konflikte zwischen Radlern und Fußgängern, die Zukunft des Wöhrder Sees, des Einzelhandels und der Tullnau waren wichtige Themen auf der Bürgerversammlung im gut besuchten Rotkreuzsaal. 20 der rund 300 Teilnehmer meldeten sich zu Wort — und das überwiegend kurz und knapp.

Thema auf der Wöhrder Bürgerversammlung: Radfahrer und Fußgänger sind sich nicht immer grün an der Kreuzung Bauvereinstraße/Bartholomäusstraße.
Thema auf der Wöhrder Bürgerversammlung: Radfahrer und Fußgänger sind sich nicht immer grün an der Kreuzung Bauvereinstraße/Bartholomäusstraße.
Foto: Michael Matejka
Thema auf der Wöhrder Bürgerversammlung: Radfahrer und Fußgänger sind sich nicht immer grün an der Kreuzung Bauvereinstraße/Bartholomäusstraße.
Thema auf der Wöhrder Bürgerversammlung: Radfahrer und Fußgänger sind sich nicht immer grün an der Kreuzung Bauvereinstraße/Bartholomäusstraße.
Foto: Michael Matejka

Wöhrder Markt: Vorstadtvereinschef Knut Engelbrecht erinnerte an das Versprechen der Stadtplaner, bis Sommer 2011 einen neuen Entwurf für die Umgestaltung vorzulegen. Baureferent Wolfgang Baumann entschuldigte die Verspätung mit „Personalproblemen“. Bis Mitte 2012 sollen neue Pläne vorgelegt werden.

Wöhrder See: Ende März 2013 wird die Entschlammung beginnen. Unterhalb des Norikus entsteht eine Bucht samt Damm. Veränderungen soll es auch bei den Wegen und Zugängen um den See geben, zum Beispiel in Höhe Wastl und Musikhochschule — frühestens 2015.

Müll-Probleme: Nur eine Beschwerde gab es über wild herumliegende Gelbe Säcke. Umweltreferent Peter Pluschke appellierte an die Betroffenen, in solchen Fällen die städtischen Abfallberater zu informieren.


Lärm: Für Kritik sorgt der nächtliche Krach durch Besucher und wartende Taxis beim „B2“ in der Bartholomäusstraße. Ärger verursachen auch Schulbusse, die am Tag mit laufendem Motor vor der Bartholomäusschule parken. Bürgermeister Gsell betonte, dass ökologisches Verhalten zur Ausschreibung gehöre und eingefordert werden kann. In der Georg-Strobel-Straße wünscht man sich mehr Bäume gegen den massiven Verkehrslärm.

Tempo 30: Laut Baureferent Baumann hat die Stadt mit der Vorschrift vor Schulen „gute Erfahrungen gemacht“. Anwohner fordern in einigen Bereichen verstärkte Tempokontrollen, um Raser zu stoppen.

Radfahrer: Kritik an „Fahrradrambos“ gibt es u.a. in der Bauverein- und Siebmacherstraße. Sie sind dort auf Gehsteigen und in Gegenrichtung unterwegs und gefährden Fußgänger. Das Baureferat will mehr kontrollieren lassen. OB Ulrich Maly rief alle zu mehr Rücksicht und Toleranz auf. Er erinnerte zudem an die ökologische Bedeutung des Radfahrens bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes und der Verringerung des Autoverkehrs.


Der marode Belag in der Schoppershofstraße nervt nicht nur Autofahrer.
Der marode Belag in der Schoppershofstraße nervt nicht nur Autofahrer.
Foto: Michael Matejka
Der marode Belag in der Schoppershofstraße nervt nicht nur Autofahrer.
Der marode Belag in der Schoppershofstraße nervt nicht nur Autofahrer.
Foto: Michael Matejka

Einzelhandel: Im Umfeld von Neubauten werden verstärkt „fußläufige Einkaufsmöglichkeiten“ gewünscht. Wirtschaftsreferent Michael Fraas verwies auf das neue Einkaufskonzept der Stadt, das große Einkaufszentren am Rand vermeiden und — auch mit Blick auf den demografischen Wandel — die unmittelbare Nahversorgung in den Stadtteilen fördern will. Entscheidend sei aber das Verhalten der Konsumenten, „die das Angebot nutzen müssen“.

Straßenschäden: Der Zustand der Schoppershofstraße mit vielen Schlaglöchern gilt als Ärgernis. Bürgermeister Horst Förther kündigte eine provisorische Reparatur für 2013 an. Die Totalsanierung lässt aus Finanzgründen vorerst auf sich warten.


Parkprobleme: Am Rennweg sind Anlieger wegen des permanent total zugeparkten Viertels genervt. Am Prinzregentenufer und am Wöhrder See sorgen diverse Pfosten für Kopfschütteln. In der Bahnhofstraße werden Ladebuchten angeregt.

Mammut-Gelände: Auch Erwachsene danken für das neue Kinder- und Familienzentrum im Stadtteil Rennweg. „Lange hat es gedauert, doch es ist wunderschön geworden“, lobte OB Maly. Ein Zaun gegen Hunde wird nachträglich installiert.

Tullnau: Für die Sanierung der Pergola sind noch fast 200000 Euro nötig. Der Vorstadtverein engagiert sich für das Sammeln von Spenden.

Wöhrder Wiese: Nachbarn fordern beim „Fanpark“-Zaun eine Folie, die nicht so stinkt wie bei der EM 2012. Den Biergarten im Sommer hätten Bewohner gern länger als 22Uhr geöffnet, was die Stadt aber aus Lärmgründen ablehnt.

Streugutkästen: Ein Hausmeister kritisiert die verschlossenen Kisten. Die Stadt verteidigt dies wegen der hohen Folgekosten für das Wiederauffüllen von 400000 Euro im Jahr.

  



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