26°C
Mittwoch, 23.05. - 19:46 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Radweg seit 20 Jahren in der Warteschleife

Schon 1992 wurde ein durchgehender Streifen an der Ansbacher Straße beschlossen — Neues Konzept kostet bis zu 2,3 Millionen Euro - 25.11. 07:59 Uhr

RÖTHENBACH  - Seit fast 20 Jahren gibt es beschlossene Pläne für einen durchgehenden Radweg an der Ansbacher Straße. Der Bürgerverein Röthenbach kritisiert die „unhaltbaren Zustände“ für alle Verkehrsteilnehmer und drängt auf eine schnelle Realisierung. Doch vor 2015 wird wohl nichts passieren.

Wo der Radweg an der Ansbacher Straße endet, heißt es auf die Straße ausweichen oder den Gehweg nutzen.
Wo der Radweg an der Ansbacher Straße endet, heißt es auf die Straße ausweichen oder den Gehweg nutzen.
Foto: Isabelle Matejka
Wo der Radweg an der Ansbacher Straße endet, heißt es auf die Straße ausweichen oder den Gehweg nutzen.
Wo der Radweg an der Ansbacher Straße endet, heißt es auf die Straße ausweichen oder den Gehweg nutzen.
Foto: Isabelle Matejka

In einem Brandbrief an die Stadtratsfraktionen und die Verwaltung macht der Bürgerverein Röthenbach noch einmal auf die Dringlichkeit der Baumaßnahme aufmerksam. Die bewege sich immerhin seit 1992 in der Warteschleife. Im Verkehrsausschuss des Stadtrates sei sie seit dieser Zeit beschlossen.

Das Problem: Der Radweg in der Ansbacher Straße endet stadtauswärts an der Schnelldorfer Straße, stadteinwärts beginnt er erst nach der Einmündung Petersauracher Straße. Eine äußerst gefährliche Situation, wenn die Radler auf die mit mehr als 35000 Fahrzeugen pro Tag hochbelastete Straße wechseln müssen. Viele biegen deshalb auf den Gehweg ab.



Gaby Lay, Bürgervereinsvorsitzende: „Täglich ist der Stau am Steiner Kreisel und abends ab der Dombühler Straße zu beobachten. Mangels U-Bahn nach Stein ein Zustand, der für alle Anwohner eine sehr starke Belastung darstellt.“ Im Stau kämen dann auch die Busse nicht voran.

Warum die alten Pläne noch nicht in die Tat umgesetzt wurden, liegt laut dem städtischen Fahrradbeauftragten Hugo Walser an verschiedenen Problemen. Zunächst habe die Regierung von Mittelfranken als Zuschussbehörde Kritik geübt, weil vorgesehen war, den Radweg auf der Fahrbahn zu markieren. Dafür sei die Verkehrsdichte auf der Ansbacher Straße zu hoch.

Dann habe die Stadt einen Rad-Gehweg geplant, der dann wegen hoher Kosten laut Walser „nicht mit dem letzten Elan“ weiterverfolgt wurde.

Mehr Platz für Busse

Jetzt gibt es ein ganz neues Konzept, das Anfang Dezember erneut dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Es sieht auf beiden Seiten der Ansbacher Straße einen durchgängigen Radweg vor, der auf der Fahrbahn abmarkiert wird. Um den nötigen Platz zu schaffen, wird der Grünstreifen in der Straßenmitte verkleinert. Für die äußere Fahrspur bleiben dann etwas mehr als drei Meter, damit hier Busse und Lkw genügend Raum haben. Die Kosten für diese Umplanung können sich ebenfalls sehen lassen.


Im Verkehrsplanungsamt schätzt man einen Betrag zwischen 1,2 und 2,3 Millionen Euro. Die Zahl variiere so stark, weil möglicherweise im Bereich des Mittelstreifens ein neuer Fahrbahn-Unterbau nötig ist. Ungeklärt ist auch noch die Zuschussfrage und damit der Zeitplan. Robert Wunder vom Verkehrsplanungsamt: „Wenn wir bei der Regierung Fördergelder beantragen, spart die Stadt natürlich eine Menge. Aber die Baumaßnahme verzögert sich wegen des Verwaltungsaufwands um rund ein Jahr.“

Die Hoffnungen des Bürgervereins Röthenbach, dass vielleicht noch im Jahr 2013 mit den Arbeiten begonnen wird, erfüllen sich auf keinen Fall. Im Haushalt sind noch keine Gelder eingestellt. Hugo Walser geht von 2014 oder eher noch 2015 aus.

Unklar ist auch, ob das ehrgeizige Baumprojekt der Stadt in der Ansbacher Straße zusammen mit dem Radwegebau realisiert werden kann. Vorgesehen sind 15 bis 18 Neupflanzungen, die allerdings nicht in den offiziellen Plänen auftauchen, denn dann müssten sie über Erschließungsbeiträge mit den Anliegern abgerechnet werden. Verkehrsplaner Wunder hofft, dass sich vielleicht Sponsoren finden. Der Bürgerverein will sich ebenfalls um Baumpaten kümmern.

Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club ADFC steht der Lückenschluss in der Ansbacher Straße seit Jahren auf der Dringlichkeitsliste ganz oben. „Hier muss endlich etwas passieren“, pflichtet ADFC-Vorsitzender Jens Ott dem Bürgerverein bei. Ob der ohnehin knapp bemessene Radwege-Etat der Stadt allerdings solche Kosten verkraftet, bezweifelt Ott. Aber Alternativen gibt es für ihn nicht.

  



REINHARD SCHMOLZI

Mail an die Redaktion

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Facebook Nürnberger Anzeiger
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Fotoserien
Unsere Fotoserien
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.
Kunst sucht Finder
In unserer Fotoserie "Auf Pirsch im Tiergarten" finden Sie tierische Fotos.
Flachlandtapir ruft nach dem Zahnarzt
Suche wird durchgeführt...

Geschenk Ideen

Geschenk Ideen

Sie suchen ein nicht alltägliches Geschenk?
Im Pressearchiv Nürnberg werden Sie fündig: Historische Zeitungsnachdrucke, dazu passende Geschenkmappen und stilechte Zeitungshalter