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Schöner Streifzug durch St.Johannis

Neues Stadtteil-Buch verbindet 45 Zeichnungen von Pablo de la Riestra mit kurweiligen historischen Texten - 16.12. 08:59 Uhr

Nicht nur für Architekturliebhaber ist das neue Buch „Sankt Johannis Baudenkmale und Häuser aus sieben Jahrhunderten“ geeignet, das zu einem besonderen Spaziergang durch den Stadtteil einlädt.

Das Orpheum an der Ecke Johannis-/Burgschmietstraße entstand 1890 als Wohnhaus und Gaststätte. 1910 wurde im Erdgeschoss das erste Kino außerhalb der Altstadt eingebaut. Das „Orfala“ wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und danach mehrfach umgestaltet — 1964 endete die Kino-Ära.
Das Orpheum an der Ecke Johannis-/Burgschmietstraße entstand 1890 als Wohnhaus und Gaststätte. 1910 wurde im Erdgeschoss das erste Kino außerhalb der Altstadt eingebaut. Das „Orfala“ wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und danach mehrfach umgestaltet — 1964 endete die Kino-Ära.
Das Orpheum an der Ecke Johannis-/Burgschmietstraße entstand 1890 als Wohnhaus und Gaststätte. 1910 wurde im Erdgeschoss das erste Kino außerhalb der Altstadt eingebaut. Das „Orfala“ wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und danach mehrfach umgestaltet — 1964 endete die Kino-Ära.
Das Orpheum an der Ecke Johannis-/Burgschmietstraße entstand 1890 als Wohnhaus und Gaststätte. 1910 wurde im Erdgeschoss das erste Kino außerhalb der Altstadt eingebaut. Das „Orfala“ wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört und danach mehrfach umgestaltet — 1964 endete die Kino-Ära.

Kaum ein Stadtteil hat architektonisch solch eine Vielfalt zu bieten wie St. Johannis: Die Palette reicht von der aus dem 14.Jahrhundert stammenden St. Johanniskirche bis hin zum modernen „Zumikon“-Gebäude im Bauhausstil an der Großweidenmühlstraße. Die Idee, diese Vielfalt in einem Buch zu vereinen, stammt vom in Nürnberg lebenden Architekturhistoriker und -zeichner Pablo de la Riestra. In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein St.Johannis ist ein 96-seitiges Werk entstanden, das 45 kunstvolle Handzeichnungen und kurzweilige Begleittexte zu den Bauwerken zu bieten hat.


Neues hat Pablo de La Riestra auch gezeichnet: das Zumikon in der Großweidenmühlstraße 9.
Neues hat Pablo de La Riestra auch gezeichnet: das Zumikon in der Großweidenmühlstraße 9.
Neues hat Pablo de La Riestra auch gezeichnet: das Zumikon in der Großweidenmühlstraße 9.
Neues hat Pablo de La Riestra auch gezeichnet: das Zumikon in der Großweidenmühlstraße 9.

Der Spaziergang beginnt an der Hallerwiese Hausnummer 6 und lenkt den Blick auf ein herrschaftliches Anwesen aus dem 19.Jahrhundert im Stil des Spätklassizismus. Weiter geht es zur Johannisstraße mit seinen barocken „Bürgerpalästen“ und Hesperidengärten. Hier bietet de la Riestra gar eine dreidimensionale Ansicht von oben, die man auf Fotos selten zu Gesicht bekommt.


Alte Attraktion: Das Haus in der Großweidenmühlstraße 21.
Alte Attraktion: Das Haus in der Großweidenmühlstraße 21.
Alte Attraktion: Das Haus in der Großweidenmühlstraße 21.
Alte Attraktion: Das Haus in der Großweidenmühlstraße 21.

Überhaupt ist das Besondere an den Zeichnungen, dass sie stets freie Sicht auf die Gebäude gewähren. Nichts stört, keine Autos, keine vorbeifahrende Straßenbahn. Man kann sich ganz in die sorgfältig ausgearbeiteten Details vertiefen und auf diese Weise die Bauwerke (neu) entdecken.

Das Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. „Wir haben bei den Eigentümern um eine Zeichenpatenschaft geworben, um das Projekt finanziell zu realisieren“, berichtet Roland Cantzler, der Ehrenvorsitzende des Bürgervereins. Die Begleittexte mit viel historischem Fachwissen und kleinen Geschichten zu den jeweiligen Bauwerken wurden von Mitgliedern ehrenamtlich verfasst. „Da haben wir unser gesamtes Wissen zusammengetragen und in Textform gebracht“, sagt Cantzler.

Filmstars im „Orfala“



Wer weiß beispielsweise noch, dass sich im Orpheum, im Volksmund „Orfala“ genannt, das erste Lichtspieltheater außerhalb der Altstadt in der Johannisstraße befand sich dort Filmstars die Klinke in die Hand gaben und Vico Torriani die Nürnberger Frauenherzen höher schlagen ließ?

Gut zwei Jahre hat es gedauert, bis das Buch in Druck gehen konnte. „Es ist wirklich ein gelungenes Werk geworden“, findet Cantzler, der den Bürgerverein 27 Jahre geleitet hat. „Man ist als St.Johanniser doch stolz auf die Vielfalt, die wir haben. Das ist für ein Stadtviertel schon etwas ganz Besonderes“.

Das Buch über St. Johannis ist im Büro Wilhelm Verlag erschienen und kostet 24,80 Euro.
  



VON MANUELA PRILL

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