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Sprühen für die Menschenrechte

Sperberschüler basteln bunte Tafeln für den Ginkgo-Baum beim südpunkt - 23.07.2012 07:59 Uhr

Mit Spraydosen und viel Farbe lässt sich auch das ernste Thema Menschenrechte spannend und kindgerecht aufgreifen.

Mit Spraydosen und viel Farbe lässt sich auch das ernste Thema Menschenrechte spannend und kindgerecht aufgreifen. © Horst Linke


Geplant war ursprünglich, dass die Zweitklässler aus der Sperberschule kleine Tafeln mit Menschenrechtstexten und eigenen Gedanken zum Thema an den Menschenrechts-Ginkgo-Baum im Garten des südpunkts in der Pillenreuther Straße hängen. Fußschablonen sollten auf den Gehwegen rund ums Haus bis zum Menschenrechtsbaum ausgelegt und Schlagwörter aufgesprüht werden.

Doch Dauerregen und herbstliche Temperaturen machen dem Vorhaben einen dicken Strich durch die Rechnung und die Aktion muss „indoor“ stattfinden. Den Grundschülern macht die Programmänderung indes wenig aus. Aufmerksam hören sie den Praktikantinnen Andrea, Conny und Freya zu, die das Menschenrechts-Projekt im Rahmen der Aktionstage „Bäume für die Menschenrechte“ als Abschlussarbeit ihrer Praktika mit den Sperberschülern initiiert haben.

Mit einer kindgerechten Power-Point-Präsentation erklären die jungen Damen den Kleinen in den Räumen des Lerntreffs, was Menschenrechte sind und warum es sie gibt. Die Zweitklässler wissen schon erfreulich viel darüber und machen begeistert mit. Begriffe wie Freiheit, Gleichberechtigung oder freie Meinungsäußerung sind den Kindern geläufig.

Spaß am Thema

„In die Südstadt-Grundschulen gehen viele Kinder mit Migrationshintergrund, die teils aus Ländern kommen, in denen die Menschenrechte nicht beachtet werden. Wir möchten alle Kinder für das Thema sensibilisieren und haben uns deshalb zu dieser Aktion entschlossen“, erklärt die Projektkoordinatorin Marina Boyer vom Amt für Kultur und Freizeit.

Großen Zuspruch bei den Kleinen findet das gemeinsame Ausschneiden bunter Fußschablonen aus Tonpapier. Und sie freuen sich mächtig, als sie erfahren, dass die Sprayaktion doch noch durchgeführt wird. Unter dem regengeschützten Vordach des hellgrünen südpunkt-Gebäudes sprühen die Zweitklässler mittels Schablonen Menschenrechts-Schlagworte in verschiedenen Farben auf ein weißes Tuch auf, das anschließend aufgehängt werden soll.

Die bunten Füße aus Tonpapier werden kurzerhand im Bereich des Foyers aufgeklebt. Und sobald eine regenfreie Lücke entstehe, werden auch die Tafeln an den Menschenrechts-Baum gehängt, beteuert Marina Boyer.
  

SABINE BECK

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