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Der Begriff „Natura 2000“ bezeichnet Schutzgebiete, die die Europäische Union im gesamten Gebiet ihrer Mitgliedstaaten eingerichtet hat. Grundlagen waren die EG-Vogelschutzrichtlinie und die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Hauptziel ist es, Gebiete mit bedeutsamen Arten zu schützen und ihr Vorkommen und ihren Lebensraum dauerhaft zu erhalten.
Acht „Natura 2000“- Gebiete gibt es mittlerweile in Nürnberg. Neben dem Rednitztal sind diese das Pegnitztal im Bereich des Wasserwerkes Erlenstegen, der Tiergarten mit dem Schmausenbuck, das Gebiet rund um Brunn, Birnthon und Netzstall, die sogenannten Kornberge bei Worzeldorf, der Nürnberger Reichswald, der Hainberg und der Irrhain bei Kraftshof. Geschützt werden überwiegend seltene Vogelarten, Amphibien und Käfer, wie der seltene Eremit, den man sowohl im Irrhain als auch am Schmausenbuck findet.
Insgesamt sind 26,6 Quadratkilometer — beziehungsweise 14 Prozent der Stadtfläche — „Natura 2000“-Gebiete. Das Interesse der Nürnberger Bevölkerung an der Unterschutzstellung wertvoller Biotope war im Jahr 2000, als die Regierung das Projekt „Natura 2000“ startete, besonders groß. 2540 Anträge für neue Schutzgebiete waren damals bei der Unteren Naturschutzbehörde eingegangen. „Dieses hohe Interesse gibt ein deutliches Zeichen an die Politik für mehr Natur- und Landschaftsschutz im Stadtgebiet“, so kommentierte Wolfgang Dötsch vom Bund Naturschutz (BN).
Spitzenreiter war das Moorenbrunnfeld mit 532 Meldungen, gefolgt von der Ziegellach (424 Anträge) und dem Nürnberger Reichswald (422). Umso größer war der Ärger, als die Regierung in ihrem ersten Entwurf nur zwei Gebiete in die Liste aufnahm: den Irrhain und ein Waldstück bei Buchenbühl.
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.