25°C
Mittwoch, 23.05. - 19:54 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Streit um wichtige Ost-West-Route

Bahn will Unterführung in Gaismannshof zuschütten - 12.01. 07:59 Uhr

GAISMANNSHOF  - Streit um den Erhalt der Bahnunterführung zwischen Lenkersheimer Straße und Zuckermandelweg. Die Stadt will den für Radfahrer und Fußgänger wichtigen Durchgang erhalten, die Bahn plant den Abbruch. Das Dumme dabei ist, dass die Stadt vor Jahren das Wegerecht an die Bahn abgetreten hat.

Wie ein undurchdringlicher Riegel liegt die geplante Bahntrasse mit Tunnel im Nürnberger Westen.<autor>Visualisierung: Deutsche Bahn
Wie ein undurchdringlicher Riegel liegt die geplante Bahntrasse mit Tunnel im Nürnberger Westen.Visualisierung: Deutsche Bahn
Wie ein undurchdringlicher Riegel liegt die geplante Bahntrasse mit Tunnel im Nürnberger Westen.<autor>Visualisierung: Deutsche Bahn
Wie ein undurchdringlicher Riegel liegt die geplante Bahntrasse mit Tunnel im Nürnberger Westen.Visualisierung: Deutsche Bahn

Im Nürnberger Westen plant die Bahn ein millionenschweres Tunnelprojekt, mit dem man den Güterverkehr unter die Erde bringen und den Fürther Hauptbahnhof entlasten will. Ab der Wallensteinstraße tauchen die Gleise in den Untergrund ab, in Fürth-Steinach kommen die Züge wieder ans Tageslicht. Das Planfeststellungsverfahren läuft. Ziel ist es, bis 2021 fertig zu sein, erläuterte ein Bahnexperte den Anwohnern vor Ort.

Wenn nicht die kleine Bahnunterführung wäre. Sie verbindet die Lenkersheimer Straße mit dem Zuckermandelweg und ist laut Verkehrsplanungsamt die letzte noch verbliebene, allerdings unbefestigte, autofreie Verbindung von der einen auf die andere Seite der Bahngleise im Nürnberger Westen zwischen Westpark und Höfen.



Hans Luntz und Roswitha Lang beispielsweise gehören zu den vielen Radfahrern, die den Weg nahezu täglich nutzen. Auch Mitarbeiter der Firma Datev, wo man besonderen Wert darauf legt, dass für den Weg zur Arbeit das Rad benutzt wird, sind betroffen.

Neuer Straßenplan

Die Stadt möchte deshalb die Unterführung erhalten. Schützenhilfe bekommt sie vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Bürgerverein Nürnberger Westen. Sicherheitshalber hat der Stadtrat in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses den alten Straßenplan aus dem Jahr 2000 für die Lenkersheimer Straße mit der Sanierung des Weges neu aufgelegt. Der konnte bisher wegen fehlender Gelder nicht realisiert werden. Die Kosten liegen bei über 400000 Euro.


Mit diesem Baukonzept will man jetzt in die anstehenden Verhandlungen mit der Bahn gehen, erläutert Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes. Denn die Bahn hat zum Start des Planfeststellungsverfahrens für den Gütertunnel klar gemacht, dass sie die marode Unterführung nicht für notwendig hält und sie auffüllen will.

Ob die Stadt dabei gute Karten hat, ist derzeit zweifelhaft, denn sie hat 1970 das Wegerecht an die Bahn abgetreten. Ein Schritt, den Jülich aus heutiger Sicht für nicht nachvollziehbar hält. Es habe damals leider auch keinen Widerspruch dagegen gegeben. Oberbürgermeister Ulrich Maly habe sich mittlerweile in dieser Sache schon schriftlich an Bahnvorstand Rüdiger Grube gewandt.

Hindernis Wegerecht?

Ob die Abtretung des Wegerechts dabei ein Hindernis ist? Jülich glaubt das nicht und verweist auf mehrere Gerichtsurteile, in denen klar festgestellt worden sei, dass es nicht nur auf die Widmung ankommt, sondern auf die Bedeutung des Weges für den Stadtteil. Juristische Auseinandersetzungen seien deshalb zu erwarten.


Hans Luntz und Roswitha Lang nutzen wie viele andere Radfahrer die Unterführung an der Lenkersheimer Straße. Den vorgesehenen Abriss halten sie für einen Schildbürgerstreich.
Hans Luntz und Roswitha Lang nutzen wie viele andere Radfahrer die Unterführung an der Lenkersheimer Straße. Den vorgesehenen Abriss halten sie für einen Schildbürgerstreich.
Foto: Hippel
Hans Luntz und Roswitha Lang nutzen wie viele andere Radfahrer die Unterführung an der Lenkersheimer Straße. Den vorgesehenen Abriss halten sie für einen Schildbürgerstreich.
Hans Luntz und Roswitha Lang nutzen wie viele andere Radfahrer die Unterführung an der Lenkersheimer Straße. Den vorgesehenen Abriss halten sie für einen Schildbürgerstreich.
Foto: Hippel

Auch wegen der Kostenfrage. Denn wer zahlt für die nötige Sanierung der Unterführung, wenn sie nicht mit Schutt aufgefüllt wird. Das könnte ein teurer Spaß werden, denn die Bahnstrecke befindet sich im Bereich Lenkersheimer Straße bereits im Tunnelbereich. Hier verläuft sowohl die neue Güterverkehrsstrecke, als auch die bisherige Bahnlinie. Die Unterführung muss also auf den gesamten Gleisbereich ausgedehnt werden. In einem Fall geht es wie bisher unten durch und daneben muss man über die Schienen. Peter Büttner, Vorsitzender des Bürgervereins Nürnberger Westen, sieht in der Kostenfrage den Knackpunkt: „Die Bahn hat keinen Bedarf, dann geht das zu Lasten der Stadt.“
  



REINHARD SCHMOLZI

Mail an die Redaktion

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Facebook Nürnberger Anzeiger
Nachrichten aus aller Welt

Schlagzeilen


User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Fotoserien
Unsere Fotoserien
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.
Kunst sucht Finder
In unserer Fotoserie "Auf Pirsch im Tiergarten" finden Sie tierische Fotos.
Flachlandtapir ruft nach dem Zahnarzt
Suche wird durchgeführt...

Geschenk Ideen

Geschenk Ideen

Sie suchen ein nicht alltägliches Geschenk?
Im Pressearchiv Nürnberg werden Sie fündig: Historische Zeitungsnachdrucke, dazu passende Geschenkmappen und stilechte Zeitungshalter