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Taube als Markenzeichen

Friedensmuseum zeigt neue Ausstellung über die 80er Jahre - 12.12.2012 15:59 Uhr

NORDSTADT  - Die erfolgreiche Friedensbewegung der 80er Jahre und der Beginn der Verschrottung von Atomraketen vor 25 Jahren stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung des Friedensmuseums in der Kaulbachstraße2, die bis 24. Juli 2013 zu sehen ist

Viele Plakate und Transparente     haben (v. li.) Siegfried Winter, Wolfgang Hauf, Birgitta Meier und   Wolfgang Nick für die Ausstellung „Frieden braucht Bewegung“ zusammengetragen.  Schilder wie „Schoppershofstraße atomwaffenfrei“ sind ebenso dabei  wie Broschüren zur Menschenkette und  zur atomaren Aufrüstung.
Viele Plakate und Transparente haben (v. li.) Siegfried Winter, Wolfgang Hauf, Birgitta Meier und Wolfgang Nick für die Ausstellung „Frieden braucht Bewegung“ zusammengetragen. Schilder wie „Schoppershofstraße atomwaffenfrei“ sind ebenso dabei wie Broschüren zur Menschenkette und zur atomaren Aufrüstung.
Foto: Stefan Hippel
Viele Plakate und Transparente     haben (v. li.) Siegfried Winter, Wolfgang Hauf, Birgitta Meier und   Wolfgang Nick für die Ausstellung „Frieden braucht Bewegung“ zusammengetragen.  Schilder wie „Schoppershofstraße atomwaffenfrei“ sind ebenso dabei  wie Broschüren zur Menschenkette und  zur atomaren Aufrüstung.
Viele Plakate und Transparente haben (v. li.) Siegfried Winter, Wolfgang Hauf, Birgitta Meier und Wolfgang Nick für die Ausstellung „Frieden braucht Bewegung“ zusammengetragen. Schilder wie „Schoppershofstraße atomwaffenfrei“ sind ebenso dabei wie Broschüren zur Menschenkette und zur atomaren Aufrüstung.
Foto: Stefan Hippel

Die weiße Taube auf blauem Grund war ein Markenzeichen. Kein Wunder, dass man ihr auch bei der Dokumentation „Frieden braucht Bewegung“ wiederholt begegnet. Ob auf Transparenten der Friedensbewegung Nürnberg-Nordost oder Plakaten, ob dick auf Pappe oder als dünner Aufkleber: Die „Friedenstaube“ war und ist stets präsent.


Darüber hinaus hat das Team des Friedensmuseums in den vergangenen Wochen und Monaten jede Menge Material gesammelt, um eine spannende Ausstellung mit lokalen und internationalen Komponenten zu konzipieren. Ursprünglich wollte Birgitta Meier sogar 100 „83er“ in der Schau präsentieren, die damals im Oktober 1983 bei der großen Menschenkette dabei waren. Trotz mehrerer Aufrufe stieß man nur auf ein gutes Dutzend Zeitzeugen, was letztlich kein Beinbruch gewesen war, weil deren Beiträge um so mehr in die Tiefe gingen, so Meier.


Es ist kein Zufall, dass der Olof-Palme-Friedensmarsch, an dem viele Nürnberger teilnahmen, eine besondere Rolle spielt. Er gilt als „blockübergreifende Friedensaktion“, die viel bewegt hat. Nicht zufällig wohnen noch heute im Umkreis des hiesigen Olof-Palme-Platzes viele Friedensaktivisten. Das selbst gemalte Schild „Schoppershofstraße atomwaffenfrei“ gehört quasi zu den „Trophäen“ der Schau.

Birgitta Meier hat mit Siegfried Winter, Wolfgang Hauf und Wolfgang Nick kürzlich die Ausstellung aufgebaut. Auf Stellwänden werden Geschichte und Bedeutung der Friedensbewegung in den 80ern aufgezeigt. Transparente mit Originalaufschriften (wie „Atomwaffenverzicht ins Grundgesetz!“) sowie diverse Widerstand-Appelle und Protestplakate erinnern an kreative Aktionen der damaligen Zeit.


Als aktueller Bezugspunkt dient der vor 25 Jahren unterzeichnete INF-Vertrag, nach dem die atomaren Mittelstrecken-Raketen in Ost und West sukzessive verschrottet wurden. In der Ausstellung spielen zudem die Aspekte von Friedenskultur und -erziehung, von internationaler Solidarität und Bewahrung der Schöpfung eine wichtige Rolle.

Planmäßig ist die Schau bis zum 24.Juli 2013 zu sehen. Geöffnet ist das Friedensmuseum immer am Montag, 17 bis 19 Uhr, und Mittwoch, 15 bis 17 Uhr. Zudem ist es jeden ersten Samstag im Monat von 15 bis 17 Uhr geöffnet sowie nach Vereinbarung.

Kontakt: Telefon (0911) 3609577, E-Mail: friedensmuseum@fen-net.de und Homepage www.friedensmuseum.odn.de

  



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