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Trommelwirbel beim Seniorentag

„Gut älter werden in Langwasser“ — Viele Angebote - 12.05.2012 08:59 Uhr

LANGWASSER  - Das Seniorennetzwerk Langwasser hat unter dem Motto „Gut älter werden in Langwasser“ den ersten Seniorentag im Gemeinschaftshaus veranstaltet. Ältere Menschen konnten sich über die vielfältigen Angebote im Stadtteil informieren.

Die Gruppe „Drums Alive“ trommelte beim Seniorentag Langwasser zu fetziger Musik auf Gymnastikbällen.
Die Gruppe „Drums Alive“ trommelte beim Seniorentag Langwasser zu fetziger Musik auf Gymnastikbällen.
Foto: Michael Matejka
Die Gruppe „Drums Alive“ trommelte beim Seniorentag Langwasser zu fetziger Musik auf Gymnastikbällen.
Die Gruppe „Drums Alive“ trommelte beim Seniorentag Langwasser zu fetziger Musik auf Gymnastikbällen.
Foto: Michael Matejka

Rhythmisch und lautstark bewies die Gruppe „Drums Alive“, dass älter werden nicht automatisch unbeweglich sein bedeutet. Zu fetziger Musik zeigten die Akteure zwischen 60 und 90 Jahren eine altersgerechte Choreographie aus Gymnastik und Aerobic und trommelten, was das Zeug hält, mit zwei Schlagzeugstöcken auf große Gymnastikbälle. Beifall ernteten sie von den rund 50 Seniorinnen und Senioren, die den Weg ins Gemeinschaftshaus gefunden hatten.

Initiiert hatte diesen ersten Seniorentag Angelika Schübel, die Koordinatorin des seit 2011 bestehenden Seniorennetzwerks von der Diakoniestation Langwasser. Es arbeiten über 30 soziale Einrichtungen mit. Dazu gehören etwa das städtische Seniorenamt, die Angehörigenberatung, das Haus der Heimat und die städtische Wohnungsbaugesellschaft wbg.

„Das Netzwerk ist kein fest zementiertes Gebilde, sondern offen für alle, die sich für ältere Menschen engagieren möchten“, erklärt Schübel. Die angeschlossenen Institutionen wollen dazu beitragen, dass Alter, Gebrechlichkeit oder Pflegebedürftigkeit nicht mit dem Verlust von sozialen Kontakten oder gar Vereinsamung einhergehen. Im Blickpunkt stehen sowohl die Sorgen und Nöte der älteren Menschen, als auch deren Wissen und Engagement. „Besonders die rüstigen Senioren würden wir gern für verschiedene Ehrenämter gewinnen“, wünscht sich Schübel. „Langfristig ist auch ein Besuchsdienst für Alleinstehende geplant.“ Angedacht ist ein Modell ähnlich der Seniorenpatenschaft in der Südstadt.

Altenheim vorgestellt

Vor Ort waren im Gemeinschaftshaus Institutionen, die in Langwasser Einrichtungen betreiben – wie die Awo, die das Altenheim in der Salzbrunner Straße vorstellte. „Wir möchten das Schreckgespenst Altenheim in den Köpfen der Menschen relativieren“, betonte eine Mitarbeiterin und informierte eine ältere Dame mit Gehstock über das Konzept der Senioreneinrichtung. Die Kirchengemeinden in Langwasser waren ebenso vertreten wie die Diakoniestation und die Caritas.

Rege Nachfrage gab es am Stand der „Therapie Company“, die einen computergesteuerten Gleichgewichtstest anbot. „Das Gerät verfügt über eine bewegliche Bodenplatte, die das Gleichgewicht testet und auswertet“, erläuterte eine Bewegungstherapeutin einer sportlichen Seniorin. „Ältere Menschen können Stürzen vorbeugen, indem sie ihre Balance trainieren. Eine einfache Übung ist, morgens auf einem Bein stehend die Zähne zu putzen.“

Begeisterung löste auch der knallrote Scooter aus, mit dem eine Kundenberaterin des Reha & Care Servicezentrums durch die Gänge kurvte. „Unser Senioren-Chopper bringt gut 15 Stundenkilometer auf die Straße“, scherzte sie. „Die Gefährte erfreuen sich wachsender Beliebtheit, weil sie den Menschen zu mehr Mobilität und Eigenständigkeit verhelfen.“ Ein rüstiger Herr interessierte sich für den Elektro-Scooter und erfuhr, dass es Modelle mit größerer Reichweite für Stadtfahrten oder auch geländetaugliche für Waldstrecken gibt.

Die modernen Kompressionsstrümpfe in aktuellen Modefarben zogen die Aufmerksamkeit der Damenwelt auf sich. Angeboten wurden auch Vorträge und Mitmachaktionen, etwa zur Pflegeversicherung und zur Sturzprävention.

Schübel zeigte sich mit dem Publikumsinteresse zufrieden. „Damit das Seniorennetzwerk gut und zielgerichtet arbeiten kann, sind wir auf die Mitwirkung der Stadtteilsenioren angewiesen. Tipps, Wünsche und Anregungen nehmen wir gern entgegen. Und wir würden uns freuen, wenn sich Menschen fänden, die sich ehrenamtlich engagieren!“ Auch die Gruppe „Drums Alive“ würde sich über Neuzugänge freuen und bietet ab 13.Juni einen Schnupperkurs im Gemeinschaftshaus an.

Kontakt: Seniorennetzwerk Langwasser, Angelika Schübel, Diakoniestation, Glogauer Straße 25, Tel. 23956845.

 

SABINE BECK

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