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„Die heutige Veranstaltung ist der Auftakt zu einem Dialog zwischen Bürgern und Sör“, unterstreicht anfangs Projektleiter Bernd Nitschke. Die Grünanlage am Veit-Stoß-Platz sei besonders an der Fürther Straße nicht eben einladend. Wegen der zugewucherten Büsche entstünden „Angsträume“. Deshalb würden viele Anwohner „nachts lieber außen herum als durch den Park gehen“, so Nitschke.
Als Konsequenz will Sör die Zugangssituation verbessern und mehr richtig nutzbare Rasenfläche schaffen. Die Kartler-Ecken sollen ebenfalls erhalten bleiben wie der Basketballplatz und der beliebte Rodelhügel, der allerdings nach Norden verschoben wird. Wichtig sei eine klare Wegsituation, sagt Nitschke, dem wichtig ist: „Man soll im Park zukünftig eine Runde laufen können.“
Umstritten ist das geplante Fällen von sechs Bäumen. Als Ausgleich sind 16 Neupflanzungen vorgesehen. Insgesamt will Sör das Areal mit heimischen Bäumen und Sträuchern ökologisch aufwerten. Ein Anwohner wünscht sich Obstbäume und Beerensträucher, was aber ein Pflegeproblem mit sich bringt. Nitschke: „Die Früchte werden faul, fallen runter und dann kommen die Wespen.“
Ein anderer Zuhörer schlägt vor, Baumpatenschaften einzurichten, was allgemeine Zustimmung erntet. Probleme gibt es zudem mit Ratten und Hunden. Deshalb werden Ständer mit Hundekottüten angedacht. Toiletten fehlen in der Anlage auch für „Zweibeiner“. „Die Menschen machen in die Büsche und man nimmt billigend in Kauf, dass die Kinder reintreten“, schimpft eine Anwohnerin. Abhilfe schaffen soll der künftige Imbisskiosk, der passenderweise im Ex-Klogebäude untergebracht werden soll. Gegen einen kleinen Obolus kann dort jeder sein Geschäft verrichten.
Geäußert wird ansonsten auch der Wunsch nach mehr Sitzmöglichkeiten. Marode Bänke sollen ausgetauscht werden, besonders im Bereich bei der Dreieinigkeitskirche.
Bevor die Erwachsenen ihre Wünsche und Vorstellungen äußerten, ist die junge Generation an der Reihe gewesen. Mit rund 60 Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 18 Jahren gibt es eine rege Diskussion. Federführend ist Doris Steinhauser vom Jugendamt.
„Rund 95 Prozent finden den Entwurf gelungen, fordern aber kosmetische Korrekturen“, konstatiert Steinhauser. Der nördliche Teil des neuen Spielplatzes mit Kletterparcours und Wannenschaukel soll das Dorado der Größeren werden. Im südlichen Bereich bekommen die Kleineren ihre Spielangebote. Wichtig ist allen, dass die silberne Rutsche bleibt. Eine Doppelsitzschaukel aus Tauen wollen selbst die Jugendlichen unbedingt. Ein Kind möchte ein schnelldrehendes Karussell. Ein Wunsch, der nur wenig Zuspruch findet.
Mit den Jugendlichen wird es demnächst noch eine Platzbegehung geben. Die Teenager haben klare Vorstellungen, wie ihr Bereich aussehen soll. Neben kleineren Kuschelecken möchte man den gesamten Platz überblicken können und den Rücken frei haben.
Der Zeitplan sieht laut Nitschke so aus: Im Frühjahr läuft die Planungsphase, im Herbst sollen die Baumaßnahmen beginnen. „Wenn alles gut läuft, erstrahlt die Grünanlage samt Spielplatz im Frühjahr 2014 in neuem Glanz“, sagt Nitschke und macht zugleich klar: „Das Budget von Sör ist begrenzt.“ Wie berichtet, ist bisher von rund 400000 Euro die Rede.
In unserer Fotoserie "Mittags in der Stadt" finden Sie an den fünf Werktagen ein aktuelles Foto aus Nürnberg.