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„Verhalten der Bahn ein Schildbürgerstreich“

Finanzminister Markus Söder will 40 Prozent für zweiten Zugang zum Bahnhof Fischbach übernehmen - 12.02. 07:59 Uhr

FISCHBACH  - Grünes Licht für den zweiten Zugang zum S-Bahnhof Fischbach? Bayerns Finanzminister Söder würde 40 Prozent der Kosten übernehmen. Doch unklar ist nach wie vor, ob sich auch der Bund an dem Projekt beteiligt. Heftige Kritik muss die Bahn einstecken.

Wann bekommt der S-Bahnhof Fischbach endlich einen zweiten Abgang für Fußgänger? Dieser soll verhindern, dass die Busfahrgäste ungesichert wie hier im Bild die Fahrbahn überqueren.
Wann bekommt der S-Bahnhof Fischbach endlich einen zweiten Abgang für Fußgänger? Dieser soll verhindern, dass die Busfahrgäste ungesichert wie hier im Bild die Fahrbahn überqueren.
Foto: Horst Linke
Wann bekommt der S-Bahnhof Fischbach endlich einen zweiten Abgang für Fußgänger? Dieser soll verhindern, dass die Busfahrgäste ungesichert wie hier im Bild die Fahrbahn überqueren.
Wann bekommt der S-Bahnhof Fischbach endlich einen zweiten Abgang für Fußgänger? Dieser soll verhindern, dass die Busfahrgäste ungesichert wie hier im Bild die Fahrbahn überqueren.
Foto: Horst Linke

Bremsklotz im Verfahren ist laut Söder derzeit die Deutsche Bahn. Die stelle sich unverständlicherweise quer, erklärt der Finanzminister, weil sie weiterhin einen zweiten Zugang für nicht erforderlich hält. Außerdem beharre das Unternehmen auf einem zeit- und kostenintensiven Entwurfs- und Genehmigungsverfahren, bevor man überhaupt Förderanträge beim Bund einreichen will. Söder: „Ein Schildbürgerstreich. Wenn zuerst geplant wird und der Bund dann entscheidet, nicht mitzufinanzieren, kommt kein Zugang zum Bahnhof und der Freistaat bleibt noch auf den Planungskosten sitzen.“

Dass der zweite Zugang zum Bahnhof an der Löwenberger Straße nötig ist, bestreitet auch Söder nicht. Im Gegenteil. Die Situation für die Fahrgäste sei unbefriedigend. Immerhin war der Zugang vor dem Umbau des Bahnhofs vorhanden (der Stadtanzeiger berichtete). Weil die Situation offenbar so verfahren ist, fordert Söder vom bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil weitere Verhandlungen mit dem Bund. Ziel müsse es sein, die Baumaßnahme in Fischbach in das Bundesprogramm des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) zu bekommen. Nur dann würde der Bund die restlichen 60 Prozent der Kosten übernehmen.



Auf Anfrage des Stadtanzeigers bestätigt eine Sprecherin aus dem Wirtschaftsressort, dass es bereits Gespräche über die Zuschussfrage gegeben habe. Ohne konkrete Ergebnisse. Der Bund prüfe, ob er auf der Grundlage der Vorplanungsergebnisse eine Aussage zur Förderfähigkeit treffen kann. Diese Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen.

Bei der Bahn weist man die Vorwürfe Söders zurück. Man habe nie behauptet, dass ein Förderantrag an den Bund zu zeit- und kostenintensiv sei, erklärte ein Sprecher. Wenn es gelinge, die Weichen für die Finanzierung zu stellen, werde die DB selbstverständlich die notwendigen Schritte zur Umsetzung vornehmen. 



REINHARD SCHMOLZI

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