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Verwirrung um Tempo-30-Zone in der Adolf-Braun-Straße

Schilder sind „unklar und nicht erkennbar“ - Stadt nahm bereits Nachbesserungen vor - 05.06.2012 08:00 Uhr

Seit Ende 2011 herrscht in der Adolf-Braun-Straße Tempo30. Während Passanten und Radler diese Maßnahme loben, kritisieren viele Autofahrer die Beschilderung.

Seit Ende 2011 herrscht in der Adolf-Braun-Straße Tempo30. Während Passanten und Radler diese Maßnahme loben, kritisieren viele Autofahrer die Beschilderung. © Eduard Weigert


Es war der Beschluss des Stadtrats, im Umkreis von möglichst allen Nürnberger Schulen Tempo 30 auszuweisen, der auch in Schniegling den Stein ins Rollen brachte. Seit Mai 2011 ist der Bereich um die Wahlerschule an der Holsteiner Straße/Wahlerstraße verkehrsberuhigt. Im September 2011 ist laut Frank Jülich, Leiter des Verkehrsplanungsamtes, die Tempo-30-Zone ausgedehnt worden — über das Pegnitztal hinaus und am Klärwerk vorbei bis zum Ausgang der Kurve an der Adolf-Braun-Straße.

Diese Maßnahme hat inzwischen, wie von Passanten und Radfahrern lobend bestätigt wird, die Geschwindigkeit vieler Autos durch das Pegnitztal spürbar reduziert. Davon profitieren insbesondere die Radfahrer, die einfacher die Straße überqueren können.

Andererseits gibt es offenbar ein Problem mit der Beschilderung, die vor allem weniger ortskundige Autofahrer kritisieren. Die Tempo-Beschränkung sei „unklar und nicht erkennbar“, sagt Michael Kersten aus Oberasbach, der kürzlich dort geblitzt wurde. Man müsse in die Radarfalle tappen, weil das Verkehrsschild, das auf Tempo 30 hinweist, in der Rechtskurve „vom Zaun verdeckt, mehrere Meter abseits der Fahrbahn rechts oben an einem Lichtmasten angebracht ist“, moniert er.

Strafzettel aufheben?

Aus der Sicht von Kersten und anderen Betroffenen handelt es sich hier um eine unzulässige „Falle“, weshalb die Beschilderung unverzüglich korrigiert werden müsse. „Solange sollte jede Geschwindigkeitsmessung unterbleiben“ und Strafzettel „rückwirkend aufgehoben werden“, betont er im Namen der Betroffenen.

Laut Verkehrsplaner Jülich ist im Bereich der Kurve an der Adolf-Braun-Straße erst kürzlich nachgebessert worden, indem nach allen Seitenstraßen zusätzliche Tempo-30-Schilder installiert worden sind. Diese sogenannten „Wiederholer“ seien notwendig, damit Autofahrer, die zum Beispiel auch aus dem Klärwerk kommen, die Geschwindigkeitsbeschränkung mitkriegen können.

In den Augen der Planer ist die Lage vor Ort klar ausgewiesen. Kersten fordert sie trotzdem auf, die Beschilderung noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. 

JO SEUSS

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