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Volkspark Marienberg soll mehr ,wetterfeste Wege‘ bekommen

Die Stadt Nürnberg will zwei weitere Hauptrouten asphaltieren — Unterstützung vom ADFC - 25.04.2012 07:59 Uhr

Ein Zankapfel war im vergangenen Herbst das Asphaltieren eines Ost-West-Wegs im Marienbergpark. Zwei weitere wetterfeste Verbindungen sollen nun folgen, was der Allgemeine Deutsche Fahrradclub im Gegensatz zu einigen regelmäßigen Spaziergängern ausdrücklich begrüßt.

Ein Zankapfel war im vergangenen Herbst das Asphaltieren eines Ost-West-Wegs im Marienbergpark. Zwei weitere wetterfeste Verbindungen sollen nun folgen, was der Allgemeine Deutsche Fahrradclub im Gegensatz zu einigen regelmäßigen Spaziergängern ausdrücklich begrüßt. © Hippel


Für einigen Wirbel sorgten im vergangenen Herbst die Proteste von Stammgästen des Marienbergparks gegen das Asphaltieren des Ost-West-Wegs im südlichen Bereich der Grünanlage. Am Ende landeten 75 Unterschriften bei OB Ulrich Maly, der sie an Sör weiterleitete, wo sie erst mal als Bremse für weitere Schritte wirkten.

Auf Antrag der „Bunten“ musste ein Konzept für die Gestaltung des Marienbergparks vorgelegt werden, um die weiteren Vorgänge „transparent zu machen“. In der Vorlage für den Werkausschuss Sör, die in der Sitzung am Mittwoch, 25.April, 9Uhr, behandelt wird (Aula, Bauhof 9), verweist Sör primär auf das „Parkpflegewerk für den Volkspark Marienberg“, das 2005 erstellt, im Oktober 2006 in einem Bürgergespräch vorgestellt und im Sommer 2007 als Bericht dem Umweltausschuss präsentiert wurde.

In diesem Konzept sei klar das Ziel enthalten gewesen, „über den Bestandserhalt und die Verkehrssicherung hinaus Maßnahmen zur Erhaltung, Entwicklung und Gestaltung einzuleiten, die die gewachsenen Ansprüche der Nutzer an die Grünflächen befriedigen“. Auf das Wegenetz bezogen bedeutet dies mit Blick auf die Parkplanung von 1956: Die Hauptrouten wurden seit 56 Jahren nicht geändert, obwohl sie „erheblich mehr genutzt und belastet werden“, wie Sör-Werkleiter Ronald Höfler feststellt. Das Fazit lautet: „Anzahl, Führung und Breiten der befestigten Wege sind ausreichend und angemessen. Hinsichtlich der Beläge bestehen jedoch erkennbare Defizite.“

Als Manko gelten besonders die Wege mit wassergebundenen Decken, die viele Radfahrern nutzen. Der schlechte Zustand zeigt sich nach Regenschauern in Form von massenhaft Pfützen, die Eltern mit Kinderwagen ebenso nerven wie ältere Leute, die auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen sind.

Da grundsätzlich „eine möglichst ganzjährig uneingeschränkte Nutzbarkeit der Grünanlage“ erreicht werden solle, will Höfler — sofern die Stadträte zustimmen — 2012 den Nord-Süd-Radweg (von der Marienberg- zur Kilianstraße) asphaltieren. Zudem will man im Zug der Ausbauarbeiten der Marienbergstraße auch im nördlichen Teil der Grünanlage einen wetterfesten Ost-West-Radweg anlegen.

„Höchste Priorität“

Für Sör haben diese zwei Maßnahmen „höchste Priorität“ und entsprechen „exakt den Empfehlungen des Parkpflegewerkes“. Gleicher Ansicht ist der ADFC-Chef Jens Ott, der kürzlich 107 Unterschriften für das Asphaltieren abgegeben hat. Nicht nur mit Blick auf eine ganzjährige Befahrbarkeit, sondern auch im Interesse der Verkehrssicherheit und wegen der günstigeren Kosten.

Während Kritiker dadurch vor allem den Charakter des Parkes beeinträchtigt sehen, verweist Ott ebenso wie Tobias Schmidt, Vorsitzender des Vorstadtvereins Nord, auf die vielen vorhandenen Asphaltpisten im Park. Sör will aber nicht nur Wege asphaltieren, so dass am Ende 12000 Quadratmeter als „wetterfest“ gelten. Im Gegenzug willl man 18000 Quadratmeter asphaltierte Flächen im Marienbergpark an Stellen entsiegeln, wo dieser Belag nicht mehr nötig ist.
  

JO SEUSS

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