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„Voll toll“: Kids sagen Danke für Spielplatz

Freizeitgelände birgt allerdings Probleme — Nachwuchs klagt auf Kinderversammlung über Hundedreck - 31.01.2013 08:14 Uhr

WÖHRD  - Hundekot, Müll auf den Spielplätzen und schmutzige Schulhöfe: Das stinkt den Kindern aus den Stadtteilen Wöhrd, Gleißbühl, Rennweg, Tullnau, Veilhof und Marienvorstadt. Lob gab es auf der Kinderversammlung aber auch — insbesondere für die neuen Attraktionen auf dem Mammut-Gelände.

„Danke für alles“: Blessing, Sonja, Michele, Jehad, Graziella (v. li.) vom Aktivspielplatz „Mammut“ bedankten sich mit selbst bemalten Holzlatten bei der Stadt für die neue Einrichtung.
„Danke für alles“: Blessing, Sonja, Michele, Jehad, Graziella (v. li.) vom Aktivspielplatz „Mammut“ bedankten sich mit selbst bemalten Holzlatten bei der Stadt für die neue Einrichtung.
Foto: Manuela Prill
„Danke für alles“: Blessing, Sonja, Michele, Jehad, Graziella (v. li.) vom Aktivspielplatz „Mammut“ bedankten sich mit selbst bemalten Holzlatten bei der Stadt für die neue Einrichtung.
„Danke für alles“: Blessing, Sonja, Michele, Jehad, Graziella (v. li.) vom Aktivspielplatz „Mammut“ bedankten sich mit selbst bemalten Holzlatten bei der Stadt für die neue Einrichtung.
Foto: Manuela Prill

Ein dickes Dankeschön — das gibt es nicht auf jeder Kinderversammlung. Die Kinder vom im letzten September eröffneten Aktivspielplatz „Mammut“ finden ihr neues Freizeitgelände an der Schoppershof- und Ludwig-Feuerbach-Straße „voll toll“. Sie bedanken sich mit zwei selbst bemalten Holzlatten. „Danke für alles“ haben Blessing, Sonja, Michele, Jehad und Graziella für Oberbürgermeister Ulrich Maly in großen Lettern darauf gepinselt. Aus Zeitgründen konnte der OB das Geschenk aber erst am Abend bei der Bürgerversammlung persönlich in Empfang nehmen.

35 Haufen auf 300 Meter


Trotz aller Freude über den nagelneuen Aktivspielplatz: Die ersten Probleme gibt es schon — und das haufenweise. „Wir haben bei einem Spaziergang von 300 Metern rund um den Platz 35 Hundehaufen gefunden“, berichten die Schüler. In jeden einzelnen haben sie ein Fähnchen mit markanten Sprüchen gesteckt wie „Weg damit!“ oder „Die nächsten Schuhe sind deine“. Ihre Aktion gegen Hundekot haben sie fotografisch detailliert festgehalten. Von der Stadt wünschen sie sich Tütenspender für die Hundehalter und einen Zaun um ihren Spielplatz.

Die Erfüllung des Wunsches konnte Rudi Viertel vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) quasi versprechen. Ein Mittel gegen die Ignoranz einiger Hundebesitzer konnte er den Schülern allerdings nicht bieten, sondern nur diesen Rat: „Versucht bitte nicht, die Hundehalter anzusprechen und das allein zu regeln. Manche Leute glauben leider, es sei ihr Recht, dass ihre Vierbeiner überall ihren Haufen setzen dürfen, ohne dass sie etwas machen müssen, und reagieren dann recht heftig“.

Auch die Grundschüler der Batholomäusschule wünschen sich mehr Sauberkeit für ihr Umfeld. Was sie ärgert, sind ausgespuckte Kaugummis und Müll, der auf dem Pausenhof rumfliegt, Dreck im Gebüsch und — natürlich — Hundehaufen auf der Wiese hinter ihrer Schule.

„Das nervt!“ Deshalb möchten die Kinder gerne die Aufräumaktion wiederbeleben, die es an ihrer Schule schon mal gab, aber wieder abgeschafft wurde. Viermal im Jahr wurde gemeinsam klar Schiff gemacht, eigentlich doch eine gute Idee, finden die Kinder.

Viele Gedanken um ihren Pausenhof haben sich auch die Grundschüler der Bismarckschule gemacht. Sie appellieren an ihre Mitschüler: „Werft doch bitte euren Müll in die Abfallkörbe, dann sieht’s doch gleich viel besser aus!“

Weil hier Grund- und Mittelschüler unter einem Dach untergebracht sind, bleiben Reibereien auf dem Bismarckschulhof nicht aus. Die Kleinen wünschen sich mehr Toleranz und Rücksichtnahme von den Großen. In einer kleinen Theaterszene zeigten sie, wie einfach ein respektvoller Umgang miteinander sein kann: Eine Schülerin wird heftig angerempelt — statt zu pöbeln, entschuldigt sich der Rempler und hilft seiner Schulkameradin wieder auf die Beine. Kleine Geste, große Wirkung!

  

MANUELA PRILL

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