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Windräder stoßen in Nürnberg auf Gegenwind

CSU will Wildwuchs in der Stadt entgegenwirken — Anfrage an die Verwaltung - 12.03.2012 13:41 Uhr

Kleine Windräder — wie hier bei der Ökologischen Modellstadt Ostritz in Sachsen — könnten ein Zukunftsmodell sein.

Kleine Windräder — wie hier bei der Ökologischen Modellstadt Ostritz in Sachsen — könnten ein Zukunftsmodell sein. © dpa


Welche Möglichkeiten hat die Stadt überhaupt, um einen Wildwuchs solcher Anlagen zu verhindern, fragt die CSU in einer Stellungnahme. Immerhin, so die Union gebe es bereits Bausätze für kleine Windräder ab 2000 Euro. Die Stromeinspeisung sei nach Händlerangaben häufig schon über eine Steckdose möglich. CSU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Brehm: „Der Handel wittert nach dem Boom der Solaranlagen ein weiteres Geschäft im Bereich der regenerativen Energien.“

Nicht im Wohngebiet

Grundsätzlich sind solche Windräder genehmigungsfrei, wenn sie nicht größer als zehn Meter, gemessen an der höchsten Rotorspitze sind. Allerdings gelten sie als störende gewerbliche Anlagen, die im Wohngebiet nicht zulässig sind. In Dorf- und Mischgebieten sowie in Gewerbegebieten sind sie je nach Lärmentwicklung erlaubt. Die Nachfrage in Nürnberg ist laut Verwaltung derzeit noch gering.

Erst zwei Interessenten seien im Dienstleistungszentrum Bau gewesen und hätten sich zum Thema erkundigt. Was aus den Projekten wurde, wisse man nicht. Andererseits, so vermutet man im Rathaus, sei Nürnberg für solche Kleinanlagen nicht sehr lukrativ. Das Stadtgebiet gelte bis in Höhen von 80 Metern als windschwach.

  

Reinhard Schmolzi

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