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Das erfuhren die Nürnberger Nachrichten aus dem Umfeld des Managements. Mit einer hohen dreistelligen Zahl soll der Großteil davon auf den Deutschland-Sitz des Unternehmens in Erlangen entfallen. Unter Umständen könne der Wert sogar noch steigen. Komplette Standort-Schließungen sind dagegen offenbar vom Tisch, nicht aber Teilverkäufe. Weltweit beschäftigt Areva rund 48000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es 5900. Erlangen ist hier mit gut 3600 größter Standort.
Die Areva-Zentrale in Paris verkündete gestern ein massives Sparprogramm für den Konzern. Der Ausblick für das Atomgeschäft habe sich durch die Katastrophe von Fukushima verändert. Im laufenden Jahr erwartet Areva einen Verlust von 1,5 Milliarden Euro und damit erstmals seit zehn Jahren rote Zahlen. Bis 2015 soll nun jedes Jahr eine Milliarde Euro eingespart werden. Weitere 1,2 Milliarden sollen Verkäufe bringen.
Offiziell wollte sich Areva zu den Folgen für Deutschland nicht äußern. „Wir nennen noch keine Details zu einzelnen Ländern“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage und verwies auf eine für heute angekündigte Pressekonferenz. In Frankreich soll es nach Informationen dieser Zeitung jedoch auf Druck des Staates zumindest keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Areva ist mehrheitlich in öffentlicher Hand.
In Erlangen trifft sich heute der Aufsichtsrat der deutschen Areva NP GmbH, um über die nächsten Schritte zu beraten. Danach soll die Belegschaft informiert werden. Experten erwarten einen langen Kampf mit den Gewerkschaften. Um Stellen zu erhalten, könnten auf die Mitarbeiter unter anderem finanzielle Einschnitte zukommen.
Fr. 02.03.12
Sa. 28.01.12
Di. 13.12.11
Mi. 09.11.11
Mi. 09.11.11