|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
„Die meisten Menschen in Deutschland können sich überhaupt nicht vorstellen, wie groß die Not im östlichen Afrika derzeit ist.“ Schwester Luise Radlmeier sagt dies, 74-jährige Ordensfrau der Dominikanerinnen und Motor der fränkischen Afrika-Hilfe vor Ort in Thika/ Kenia.
Sie berichtet von ausgemergelten Menschen, die weite Fußwege auf sich nehmen, um in der fränkisch-kenianischen Sozialstation Hilfe zu erhalten, von Waisenkindern, von Alten, die nicht einmal das Nötigste zum Leben haben, von Schwerkranken, von Malaria und Aids. Und vom Hunger, „der für Millionen Menschen in dieser Region so schlimm ist wie nie zuvor“.
Die fränkische Initiative, die vom Katzwanger Zahnarzt Dr. Paul Festl und seinen Mitarbeitern gesteuert wird, versorgt täglich mehrere Hundert Menschen: Allein 700 Kinder erhalten jeden Tag in der St. James-Schule Mittagessen. In einem Kinderdorf werden Tag für Tag 368 Mädchen und Buben mit Essen und Trinken bedacht. Darüber hinaus haben die Nonnen und ihre Helferinnen einen ambulanten Dienst eingerichtet, der Speis und Trank zu zahlreichen besonders armen Familien und Alten in der Stadt und im Umkreis bringt.
Dies alles vor dem Hintergrund massiv gestiegener Lebensmittelpreise. „Wir haben zunehmend zu kämpfen“, unterstreicht Schwester Luise, die in diesen Tagen in Nürnberg weilte und sich hier auch mit Unterstützern der fränkischen Keniahilfe traf. Wie mit der Nürnberger Bundestagsabgeordneten Dagmar Wöhrl, die mit ihrer Emanuel-Stiftung in Ostafrika Gutes tut, oder mit den Verantwortlichen des Hilfswerks deutscher Zahnärzte, das sich inzwischen mit erheblichen Summen eingebracht hat.
Ebenso wie es beispielsweise die „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks, die Lions- und die Rotary-Bewegung — und eben nicht zuletzt auch die Leserinnen und Leser unserer Zeitung getan haben. „Ohne die Spenden der NN- Leserinnen und -Leser“, so die Ordensfrau, „wäre dort in Thika gar nichts entstanden.“ 1992 hatte die Nürnberger Caritas- Schwester Gerda Köglmeier die Aktion ins Leben gerufen.
Nach Berichten in unserem Blatt kamen innerhalb weniger Monate Geld- und Sachspenden im Wert von mehr als einer Million Mark zusammen. Das erste Krankenhaus konnte gebaut werden und war 1994 fertiggestellt. Inzwischen kamen unter anderem das erwähnte Kinderdorf und die Schule dazu, berufliche Ausbildungsstätten für junge Menschen, weitere medizinische Einrichtungen wie eine Zahnklinik und eine Geburtenstation sowie andere Angebote mehr.
Das alles erfordert natürlich auch laufende Kosten, die Dr. Paul Festl auf rund 200.000 Euro jährlich ansetzt. Die ehrenamtlichen Verantwortlichen, die alle Verwaltungskosten selbst bezahlen, damit jeder Spenden- Cent in den Projekten ankommt, sind bemüht, dass sich die Einrichtungen, so gut es geht, selber tragen.
Ein Beispiel ist der landwirtschaftliche Ausbildungsbetrieb, in dem Jugendliche unter Anleitung Getreide anbauen, es verarbeiten, Backwaren herstellen und, soweit diese nicht in den Einrichtungen benötigt werden, verkaufen. Ähnlich soll ein Mechaniker- Ausbildungszentrum arbeiten, das der Rotary-Club Roth aufbaut.
Auch das Krankenhaus finanziert sich weitgehend selbst. Patienten, die etwas geben können, müssen dies tun. Die Ärmsten der Armen werden allerdings kostenlos behandelt: bisher noch im alten Haus, ab dem nächsten Jahr in einem neuen Gebäude, das für 550.000 Euro derzeit errichtet wird. Die Baukosten finanzieren sich über den Nachlass eines bayerischen Ehepaars und aus Mitteln des Zahnärzte-Hilfswerks.
Weitere Vorhaben, so Dr. Festl, stehen an. Schwester Luise setzt bei alledem auf Gottvertrauen, aber auch auf die Großzügigkeit der Menschen in der fränkisch-oberpfälzischen Region. „Bitte, lasst uns in Ostafrika nicht im Stich!“, fleht sie.
Spendenkonto: Katholische Kirchenstiftung St. Marien, Nürnberg, Kontonummer: 1 178 010, Bankleitzahl: 760 501 01, Kennwort: Hunger Kenia

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.