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Gabrielle Giffords legt ihr Mandat nieder

Ein Jahr nach dem Attentat von Tucson will sich die Demokratin ihrer Genesung widmen - 22.01. 21:27 Uhr

TUCSON  - Gabrielle Giffords, bei einem Attentat in Arizona lebensgefährlich verletzte US-Abgeordnete, will ihr Mandat im Kongress niederlegen. Das kündigte die demokratische Politikerin in einer Videobotschaft an. Zur Begründung erklärte Giffords, sie wolle sich auf ihre Genesung konzentrieren. Aus Kongresskreisen verlautete, der Rücktritt werde vermutlich am 23. Januar in Kraft treten.


Giffords war im Alter von 18 Jahren der Republikanischen Partei beigetreten. 1999 trat sie wegen deren konservativen sozialen Positionen aus und wechselte zur Demokratischen Partei. Im Jahr darauf wurde sie ins Repräsentantenhaus von Arizona, 2002 in den Senat des Bundesstaats. Seit 2006 saß sie für den achten Distrikt Arizonas im Repräsentantenhaus in Washington. Dort galt sie als starke Unterstützerin der von Präsident Barack Obama protegierten Gesundheitsreform.

Am 8. Januar 2011 richtete der 22-jährige Jared Lee Loughner bei einem Treffen Giffords' mit Bürgern in einem Vorort von Tucson ein Blutbad an, bei dem sechs Menschen getötet und 13 verletzt wurden. Unter den Toten waren auch ein neunjähriges Mädchen und der Bundesrichter John McCarthy Roll. Giffords wurde aus nächster Nähe in den Kopf geschossen.

Die bei einem Attentat schwer verletzte US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords will der Politik für eine Weile den Rücken kehren.
Die bei einem Attentat schwer verletzte US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords will der Politik für eine Weile den Rücken kehren.
Foto: afp
Die bei einem Attentat schwer verletzte US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords will der Politik für eine Weile den Rücken kehren.
Die bei einem Attentat schwer verletzte US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords will der Politik für eine Weile den Rücken kehren.
Foto: afp

Sie hatte zu den 20 demokratischen Abgeordneten gehört, deren Wiederwahl das politische Aktionskomittee der erzkonservativen Republikanerin und Teaparty-Ikone Sarah Palins gezielt zu verhindern suchte. Auf einer Landkarte der USA hatte Palin die entsprechenden Wahlbezirke mit Fadenkreuzen, wie sie etwa im Zielfernrohr von Feuerwaffen erscheinen, markiert. Giffords hatte diese Aktion damals mit den Worten kommentiert: „Wenn man so etwas macht, muss man wissen, dass das Folgen haben kann." 



dapd/nn

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