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Harderthauer: Bufdi kannibalisiert das soziale Jahr

Geplante Förderung des Bundesfreiwilligendienstes stößt auf Kritik - 27.07. 18:15 Uhr

Berlin/München  - Die Bundesregierung stößt mit Plänen zur weiteren Förderung des neuen Bundesfreiwilligendienstes (BFD) auf Kritik.


Wohlfahrtsverbände, aber auch die bayerische Landesregierung, werfen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vor, das etablierte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) zugunsten des neuen Dienstes zu benachteiligen. Hintergrund der Debatte ist das bisher verhaltene Interesse am neuen Bundesfreiwilligendienst, der mit dem Ende der Wehrpflicht und des Zivildienstes zum 1. Juli geschaffen wurde. Dagegen erfreut sich das ebenfalls aus Bundesmitteln geförderte Freiwillige Soziale Jahr weiter regen Zuspruchs. Deshalb will die Bundesregierung nach Angaben vom Mittwoch eine 3:2-Regelung einführen – damit müssen auf drei geförderte Plätze im FSJ mindestens zwei BFD-Plätze kommen.

„Wer also möchte, dass jede Freiwillige und jeder Freiwilliger auch einen Platz bekommt, der muss sich darum kümmern, dass beide Dienste ausgewogen besetzt werden“, heißt es in einer Erklärung des Bundesfamilienministeriums. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) forderte Schröder auf, ihre Pläne sofort zu stoppen. „Ich habe von Anfang an befürchtet, dass der Bund mit dem BFD das bewährte FSJ kannibalisieren will.“ Die CSU-Politikerin warf dem CDU-geführten Bundesministerium „Wortbruch“ vor. Man habe der Einführung des Freiwilligendienstes nur nach der Zusage zugestimmt, dass das Freiwillige Soziale Jahr weiter gefördert werde. Auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) rief die Bundesregierung auf, die Pläne zu stoppen. „Wir warnen vor den weitreichenden Folgen.“ Die beiden Freiwilligendienste müssten gleichberechtigt gefördert werden. 



dpa

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