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Mario Monti beweist Humor

Italiens neuer Premier weist Verschwendungsvorwürfe geistreich zurück - 05.01. 15:23 Uhr

Mario Monti (68), italienischer Ministerpräsident und Nachfolger von Silvio Berlusconi (75), dessen ausschweifende Privatpartys bekanntlich legendär sind, pflegt zu feierlichen Anlässen offenbar einen eher nüchternen und zudem höchst familiären Stil. Auf eine Anfrage der Opposition hat er nun dargelegt, wie er den Silvesterabend gefeiert hat: Nicht etwa mit einem rauschenden Bankett, sondern ganz bescheiden und traditionell im Kreise der Familie.


Monti gab dem oppositionellen Senator Roberto Calderoli von der Lega Nord auf dessen Anfrage hin ausführlich Auskunft darüber, wie er dieses Jahr Silvester gefeiert hat. Der für Provokationen bekannte Calderoli hatte Monti verdächtigt, ausgiebig auf Staatskosten gefeiert zu haben, während Italien im Schuldensumpf versinkt. Dies wies Monti mit dem ihm eigenen trockenen Humor zurück – nachdem er Calderoli in dem Antwortschreiben seine „Dankbarkeit“ zum Ausdruck brachte, das Thema vorgebracht zu haben. Bei seiner Silvesterfeier habe es sich um ein „einfaches Abendessen privater Natur“ in seiner Wohnung gehandelt. „Anwesend waren Mario Monti, seine Frau, ihre Tochter und ihr Sohn mit ihren jeweiligen Partnern, Frau Montis Schwester nebst Gatten, und vier Enkelkinder der Montis im Alter zwischen anderthalb und sechs Jahren.“ Die Gäste hätten, „selbstverständlich auf eigene Kosten“, in einem nahegelegenen Hotel übernachtet.

Beantwortet Fragen der Opposition mit einem guten Schuss Humor: Italiens Ministerpräsident Mario Monti.
Beantwortet Fragen der Opposition mit einem guten Schuss Humor: Italiens Ministerpräsident Mario Monti.
Foto: afp
Beantwortet Fragen der Opposition mit einem guten Schuss Humor: Italiens Ministerpräsident Mario Monti.
Beantwortet Fragen der Opposition mit einem guten Schuss Humor: Italiens Ministerpräsident Mario Monti.
Foto: afp

Aufgetischt wurde bei der Feier auch kein Staatsbankett, sondern ein traditionelles italienisches Silvestermenü mit Tortellini, Linsen mit Kochwurst und einem Kuchen. Die Einkäufe habe Frau Monti höchstpersönlich erledigt, das Essen dann auch „zubereitet und serviert“. Es habe folglich keine „direkten oder indirekten Personalkosten“ gegeben, fuhr Monti fort. Gleichwohl müsse er einräumen, „nicht ausschließen zu können, dass die relativ hohe Zahl an Gästen – zehn – leicht erhöhte Strom-, Gas- und Wasserkosten“ verursacht habe. Eine kleine Spitze konnte sich Monti nicht verkneifen: Den Hinweis auf seinen Verzicht auf Entlohnung seiner Arbeit. „Die Kosten des Abends wurden persönlich von Mario Monti beglichen, der, wie der Antragsteller nicht vergessen haben wird, auf seine Gehälter als Regierungschef und Finanzminister verzichtet.“ 



afp

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