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Strom wird im kommenden Jahr für Millionen Verbraucher deutlich teurer. Preiserhöhungen von sieben Prozent stehen bei 500 von insgesamt 900 Stromversorgern zum 1.Januar im Schnitt an, berichtete das Verbraucherportal Verivox. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden muss durchschnittlich 66 Euro mehr im Jahr zahlen.
Nach Berechnungen von toptarif.de legen die Preise im Januar und Februar bei mindestens 622 Versorgern um durchschnittlich 7,1 Prozent zu, in der Spitze sogar um 19,4 Prozent. Die Nürnberger N-Ergie AG hatte bereits im November Preiserhöhungen zum 1.Januar angekündigt. Danach steigt die Stromrechnung für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden (kWh) je nach Tarif zwischen 5,9 und 7,6 Prozent.
Die N-Ergie begründete die Aufschläge mit der gesetzlichen EEG-Umlage, die 2011 von 2,05 Cent auf 3,53 Cent pro kWh steigt. Mit der Umlage, die alle Verbraucher über ihre Stromrechnung mitbezahlen, subventioniert der Staat „grün“ erzeugten Strom.
Die Einführung des neuen Kraftstoffs E10 mit einem höheren Anteil von Biokraftstoff könnte die Preise hochtreiben. Benzin kostete über den größten Teil des Jahres zwischen 1,37 und 1,45 Euro je Liter. Der Dezember war der teuerste Monat — Rohöl kostet mehr als 90 Dollar und der Liter Benzin an manchen Tagen 1,50 Euro. Für Diesel sind bis zu 1,35 Euro zu bezahlen. Experten erwarten für 2011 eher weitere Preiserhöhungen für Rohöl und in der Folge auch für Benzin. Der neue Treibstoff E10, den zu Jahresbeginn noch längst nicht alle Tankstellen anbieten können, dürfte die Preise weiter anheben: Zum einen verursacht die Umrüstung der Zapfsäulen und die Logistik Kosten, die von der Mineralölwirtschaft auf die Kunden umgelegt werden könnten. Zum anderen verbrauchen Autofahrer, die auf E10 umsteigen, rund drei Prozent Sprit mehr, weil der neue Kraftstoff weniger effizient ist.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.