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Umfrage-Desaster für Kurt Beck und die SPD

Nur zwei Prozent der Deutschen glauben, dass der SPD-Chef die Probleme des Landes lösen kann - 05.03.2008

Rutscht ab: Kurt Beck. Auch die SPD verliert in Umfragen.

Rutscht ab: Kurt Beck. Auch die SPD verliert in Umfragen. © dpa


Selbst unter den SPD-Anhängern trauen ihm dies nur 3 Prozent zu, ergab die am Mittwoch veröffentlichte Befragung im Auftrag des Magazins «Stern«. Es ließ die Deutschen über ihre Einschätzung zu Beck befragen. 37 Prozent halten den SPD-Chef für machtbewusst, 12 Prozent für stark und 11 Prozent für sympathisch. Dass er auf der Seite der «kleinen Leute« steht, meinen 8 Prozent der Bundesbürger. Nur 6 Prozent sagen, er habe das Zeug zum Kanzler, ebenso wenige halten ihn für glaubwürdig.

Parteichef soll er bleiben

Dennoch möchte eine knappe Mehrheit der Bürger, dass Beck SPD-Chef bleibt. Dafür sprachen sich in der Umfrage 49 Prozent aus. 43 Prozent sind dafür, dass er den Vorsitz niederlegt. In der eigenen Partei hat Beck weiterhin die Mehrheit hinter sich. 57 Prozent der SPD-Anhänger wollen ihn als Vorsitzenden behalten, 39 Prozent von ihnen sind gegen ihn. Zustimmung erhält der SPD-Vorsitzende auch von den Anhängern der Grünen (62 Prozent) und der Linken (69 Prozent). Die Wähler von Union und FDP sind mehrheitlich gegen Beck: 51 beziehungsweise 67 Prozent befürworten einen Wechsel an der SPD-Spitze

Die SPD hat nach ihrem Kursschwenk im Umgang mit der Linken erheblich an Zustimmung verloren. In der am Mittwoch veröffentlichen wöchentlichen Forsa-Umfrage des Magazins «Stern« sowie des Fernsehsenders RTL sackte die Partei binnen einer Woche um 4 Punkte auf 24 Prozent ab. Von der Schwäche der SPD profitieren Union und Linke, die jeweils 2 Punkte gewinnen. CDU/CSU liegen nun bei 38 Prozent, die Linke erreicht mit 14 Prozent erneut ihren Jahres-Höchstwert. Für die FDP würden wie in der Woche zuvor 10 Prozent stimmen. Die Grünen kletterten um 1 Punkt auf ebenfalls 10 Prozent. «Sonstige Parteien« kommen auf 4 Prozent (-1).

Beide «Lager« gleichauf

Das linke und das bürgerliche Wählerlager liegen nach den Verlusten der SPD nun gleichauf: SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf 48 Prozent, ebenso wie gemeinsam Union und FDP.

Dass der SPD-Vorsitzende Kurt Beck Kanzler wird, wollen so wenige Deutsche wie nie zuvor. Nur noch 14 Prozent würden ihn nach der «Stern«- und RTL-Umfrage direkt zum Kanzler wählen - das sind 4 Prozentpunkte weniger als eine Woche zuvor. Auch im eigenen Lager büßte Beck an Zustimmung ein: Nur noch ein Viertel der SPD-Anhänger spricht sich für ihn als Kanzler aus, 6 Punkte weniger als in der Vorwoche. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt mit 56 Prozent weit vor Beck. Für sie würden sich sogar 40 Prozent der SPD-Wähler entscheiden.. 

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