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Von Juni bis Mitte Juli ist Rosenzeit. In allen Regionen werden Rosenfeste gefeiert, Gartenmessen initiiert und Schlossgärten geöffnet und immer steht die Rose im Mittelpunkt. Dort kann man die Rosen nicht nur bestaunen. Viele Gärtner nutzen die Zeit, um blühende Rosen in Töpfen anzubieten. Doch ist es sinnvoll sich eine Rose im Sommer zu kaufen, auch wenn die klassische Pflanzzeit im Herbst oder Frühjahr ist?
Rosen im Container, blühend, duftend und wüchsig — ist das nicht verlockend? Da wird nicht nur der Gartenfreund schwach. Im Sommer kauft man keine „Katze im Sack“. Jetzt muss die Rose zeigen was sie kann. Hat sie viele Blüten und Blütenknospen? Hängen die Blüten oder sind sie aufrecht? Ist der Duft frisch, stark oder lieblich? Kataloge und Infoschriften allein können die vielfältigen Eigenschaften einer Rose nicht beschreiben. Deshalb ist die Rosenzeit eine gute Gelegenheit, die ganz persönliche Lieblingsrose zu finden.
Allerdings sollte man sich nicht von einer schönen Blüte allein locken lassen. Langfristig wird man mehr Freude an Rosen haben, wenn man beim Kauf auf einige Qualitätsstandards achtet.
Die Containerrosen sollten mindestens drei Haupt- und starke kräftige Seitentriebe besitzen. Kaufen Sie keine Rose, an der schon vor dem Kauf Pilzerkrankungen wie Sternrußtau oder Echter Mehltau zu entdecken ist. Andererseits bedeutet gesundes Laub nicht unbedingt, dass man eine widerstandsfähige Rose vor sich hat. In den Gärtnereien werden Pilzerkrankungen nämlich regelmäßig bekämpft.
Besitzt die Rose das Prädikat ADR (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung), handelt es sich um eine gesunde und blühwillige Rose. Die Bayerische Gartenakademie weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Auszeichnung nur Rosen erhalten, die in ganz Deutschland getestet wurden und sich bestens bewährt haben. Die übliche Pflanzzeit ist der Herbst. Die Rosen werden wurzelnackt (ohne Erde und Topf) und günstig angeboten. Die Wurzeln können noch im warmen Boden einwachsen. Doch der erste Winter der jungen Rose kann zum Problem werden. Schwankendes Klima, große Niederschlagsmengen und frostige Zeiten machen den Rosen zu schaffen, auch wenn beim Pflanzen alles beachtet und gut angehäufelt wurde.
Will man den unsicheren Winter umgehen, bleibt noch das Frühjahr. Ab März gibt es wieder wurzelnackte Rosen. Sie haben noch nicht ausgetrieben. Für den Laien lässt sich in dieser Zeit nur schwer die Qualität erkennen. Nach dem Austrieb sind Spätfröste vor allem für junge Rosen ein Problem, weil sie zu wenig Triebe und Augen besitzen.
Man kann also bei den Containerrosen unbesorgt zugreifen. Man muss bei einer Sommerpflanzung lediglich auf die gute Wasserversorgung achten. Gepflanzt werden die Rosen so, dass die Veredlungsstelle fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt. Zum Anwachsen ist es sinnvoll, das Pflanzloch mit guter Pflanzerde aufzufüllen. Wenn man einen lockeren lehmig-humosen Boden besitzt, kann man auch mit dem gewachsenen Boden auffüllen.
Keinesfalls gibt man Dünger ins Pflanzloch. Es können lediglich etwas Hornspäne eingestreut werden. Die Bayerische Gartenakademie rät: Treten Sie den Wurzelballen nicht an, weil dies die Erdoberfläche unnötig verdichtet. Gießen Sie hingegen kräftig an, dies fördert den „Bodenschluss“ viel besser.
Im Laufe des Sommers muss man lediglich auf ausreichende Wassergaben achten, vor allem bei heißem Wetter. Dann kann es sein, dass man täglich gießen muss.
Und noch ein kleiner Trick: Wenn man eine zweite Blüte fördern will, dann düngt man bis Ende Juli einmal die Woche mit einem Flüssigdünger, wie Sommer- oder Balkonblumen. Bleiben die Rosen im Topf, dann sollte man sie bis Ende August düngen, am besten kalibetont.


Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.