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Bischof Mixa vor Gericht

Er soll als Zeuge in einem Betrugsprozess aussagen - 22.02. 10:25 Uhr

INGOLSTADT  - Bischof Mixa steht als Zeuge vor Gericht. Er wurde Opfer eines Betrügers.

Walter Mixa, hier noch in Amt und Würden als Bischof von Augsburg.
Walter Mixa, hier noch in Amt und Würden als Bischof von Augsburg.
Foto: dpa
Walter Mixa, hier noch in Amt und Würden als Bischof von Augsburg.
Walter Mixa, hier noch in Amt und Würden als Bischof von Augsburg.
Foto: dpa

Bischof Mixa vor Gericht: Er wurde Opfer eines Gauners.

Er hat sich von einem mutmaßlichen Betrüger fast 5000 Euro aus der Tasche ziehen lassen. Nun steht der nach Misshandlungsvorwürfen zurückgetretene ehemalige Augsburger Oberhirte Walter Mixa als Zeuge vor Gericht. Der 70-Jährige soll im Prozess gegen den Angeklagten vor dem Landgericht Ingolstadt aussagen.

Der unter anderem des Diebstahls und Betrugs beschuldigte Mann rief im Herbst 2010 mehrfach bei dem damals im schwäbischen Kloster Fünfstetten lebenden Mixa an. Laut Anklage sprach er von einer Leukämieerkrankung seines Kindes, außerdem brauche er Geld für die Behandlung seiner eigenen Krankheit.



Der Bischof hat dem Schwindler geglaubt und 4800 Euro überwiesen. Womöglich erinnerte sich Mixa an den Mann, denn der Angeklagte war einst sein Messdiener. Das Geld sah er jedenfalls nie wieder.

Mit der Masche legte der 29-Jährige laut Anklage neben anderen Opfern auch zwei Klosterschwestern herein. Für den Prozess wurden drei Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil soll am 8. März verkündet werden.

Mixa war im April 2010 von seinem Amt als Augsburger Bischof zurückgetreten. Er war zuvor massiv unter Druck geraten, weil er in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Heimkinder geschlagen haben soll. Außerdem soll er Stiftungsgelder zweckentfremdet haben. 



dpa

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