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Die Regelung mache zwar einerseits beliebte Ausweichrouten für Lkw-Fahrer uninteressant, sagte Hammer. Andererseits stelle die geplante Maut für Unternehmen in ländlichen Regionen eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Das könnte künftig die Firmenansiedlung erschweren, unter Umständen auch zu Abwanderung führen.
„Die Maut auf Bundesstraßen hört sich erst Mal gut an. Ich gebe aber zu bedenken, dass eine Summe von Entscheidungen dazu führen kann, dass ländliche Regionen für Unternehmen immer unattraktiver werden“, warnte Hammer. „Ich frage mich, ob eine Sperrung bestimmter Bundesstraßen nicht das bessere Instrument ist, um Mautausweichverkehr zu verhindern.
Eine solche Maßnahme habe den Vorteil, dass einheimische Firmen nicht finanziell belastet werden. Firmen im Raum Dinkelsbühl drohten auf der Straße zur Autobahn Stuttgart—München künftig Mautgebühren in erheblichem Umfang.
Die Verkehrsbelastung für die Region Dinkelsbühl dürfte mit Einführung der Maut auf der Bundesstraße2 zwischen Donauwörth und der Autobahnauffahrt Augsburg-West eher abnehmen. Die Maut werde die B 2 als Ausweichroute zur Autobahn Ulm— Würzburg für Lastwagen uninteressant machen, sagte Hammer. Die Transporter würden wohl wieder die schnellere Route über die A8 und A7 wählen, schätzt er.
Der Dinkelsbühler Oberbürgermeister hatte zusammen mit anderen Stadtoberhäuptern in der Region jahrelang für die Sperrung der durch Dinkelsbühl führenden B25 für den Lastwagen-Fernverkehr gekämpft. Dabei hatte er sich ein juristisches Tauziehen mit schwäbischen Speditionen geliefert, die das Lkw-Fahrverbot kippen wollten. Am Ende schaffte ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Klarheit. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat das zunächst auf ein Jahr befristete Durchfahrtverbot mehrfach verlängert.

