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Die CSU-Landtagsfraktion diskutierte das Thema am Mittwoch – dabei gab es nach Teilnehmerangaben niemand, der sich für die Wiedereinführung alter Kennzeichen aussprach. „Das würde zu einem Durcheinander führen“, sagte der frühere Parteichef Erwin Huber, der für das Thema zuständig ist. Außerdem fürchten viele Abgeordnete, dass alte Wunden aus der Zeit der Gebietsreform der siebziger Jahre wieder aufbrechen. „Die Nostalgie Einiger könnte negative kommunalpolitische Folgen haben“, warnte Huber.
Damit setzt sich die CSU-Fraktion von den Innenministern der Bundesländer ab, die für eine Wiederzulassung der alten Kennzeichen plädiert haben. In den Siebzigern waren der Gebietsreform die eigenen Nummernschilder vieler kleiner Städte und Landkreise zum Opfer gefallen: So gab es etwa in Edmund Stoibers Wohnort Wolfratshausen das Kennzeichen WOR, in Wolfstein Freyung WOS und in Nördlingen NÖ. Doch die CSU sagt nein zu NÖ und den anderen. „Wir wollen jetzt eigentlich eher die Gemeinsamkeiten betonen“, meinte dazu der mittelfränkische CSU-Abgeordnete Gerhard Wägemann.

