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)Die Reaktion der Opposition kam prompt: Der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold kritisierte die Ergebnisse des G8-Spitzengesprächs mit Eltern, Schülern und Lehrern in der Staatskanzlei. Er fühle sich an des Kaisers neue Kleider erinnert, die die bekannten Defizite kaschieren sollten. „Das Intensivierungsjahr als andere Umschreibung für Sitzenbleiben ist keine Konzeption“, meinte er über die Möglichkeit, die Mittelstufe um ein Jahr zu verlängern, ohne als Widerholer zu gelten. Die Schüler müssten je nach individuellen Interessen Schwerpunkte setzen können. „Ich bin entsetzt, wie eng das Konzept beim heutigen Abi ist“, sagte Pronold.
Zur Reduzierung der Stofffülle sind in der Oberstufe unter anderem Kürzungen in Biologie und Geografie geplant. Im Fach Geschichte soll die Mittelalterkunde zugunsten von mehr Zeitgeschichte reduziert werden.
Außerdem soll bei den Fremdsprachen der Literaturkanon reduziert und mehr mit Textauszügen gearbeitet werden, sagt Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU). Insgesamt sollen in 11 von 25 Fächern die Lerninhalte eingedampft werden.
Die oft auch kritisierte, verpflichtende schriftliche Abi-Prüfung in Mathematik soll allerdings bestehen bleiben. Auch der Lehrplan der Mittel- und Unterstufe wird überarbeitet, so Sibler. Mögliche Synergie-Effekte gibt es, wenn man in der 6. Klasse in Deutsch und Englisch beispielsweise die Behandlung der indirekten Rede zu einem einzigen Unterrichtsblock verzahnt. „Da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten“, betonte Sibler. Auch in Mathematik, Physik und Chemie könne man verwandte Themen zusammenschnüren.
Der Landesschülerrat (LSR) hatte sich bei dem Spitzengespräch vergeblich für eine Schulzeitverlängerung auf neun Jahre ausgesprochen.

