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Entspannte Tour immer am Wasser entlang

Der 294 Kilometer lange Fünf-Flüsse-Radweg hat sich längst zu einem regionalen Klassiker entwickelt - 26.08.11

NÜRNBERG  - Er ist der Klassiker unter den regionalen Rundtouren: der Fünf-Flüsse-Radweg. Eine traumhaft schöne Tour, welche die benötigte Muskelkraft durch herrliche Naturerlebnisse entlohnt. Die 294 Kilometer lange Strecke kann in vier bis fünf Etappen bequem bewältigt werden.

Toller Blick vom Naab-Ufer auf Kallmünz: Der Marktflecken in der Oberpfalz zählt zu den Schönheiten entlang des Fünf-Flüsse-Radweges.
Toller Blick vom Naab-Ufer auf Kallmünz: Der Marktflecken in der Oberpfalz zählt zu den Schönheiten entlang des Fünf-Flüsse-Radweges.
Foto: Stefan Gruber/Tourimsmusverband Ostbayern
Toller Blick vom Naab-Ufer auf Kallmünz: Der Marktflecken in der Oberpfalz zählt zu den Schönheiten entlang des Fünf-Flüsse-Radweges.
Toller Blick vom Naab-Ufer auf Kallmünz: Der Marktflecken in der Oberpfalz zählt zu den Schönheiten entlang des Fünf-Flüsse-Radweges.
Foto: Stefan Gruber/Tourimsmusverband Ostbayern

Eigentlich ist der Name irreführend: Denn zu den fünf Flüssen gesellt sich gleich zu Beginn der Route, die am Nürnberger Hauptmarkt beginnt, ein sechstes Gewässer: der Ludwigskanal. Kaum der Stadt entronnen, beginnt sich Ruhe breitzumachen. Der Alte Kanal strahlt sie aus. Ein Technikdenkmal ersten Ranges, das längst zum Freizeitparadies für Wanderer, Jogger und Radfahrer geworden ist.

Dennoch: Nach knapp 40 Kilometern, die es immer kanalaufwärts geht, macht sich erste Müdigkeit breit. Die Scheitelhöhe bei Neumarkt bietet sich für eine erste Pause an — im Landesgartenschaugelände lässt es sich unter hohen Bäumen der Hitze trotzen. Weiter geht es über Berching und das Kloster Plankstetten bis nach Beilngries. Die stark touristisch geprägte Kleinstadt — seit der Gebietsreform nach Oberbayern zugeordnet, lädt zum Übernachten ein. Das Abendessen im Zentrum lässt Urlaubsstimmung aufkommen.

Neu-Entdeckungen



Die bleibt bis ans Ende des Weges steter Begleiter: Erst entlang der Altmühl, dann ein Stück donauaufwärts, ehe die Naab und schließlich die Vils und die Pegnitz folgen. Unterschiedliche Flusstäler, die allesamt viel Atmosphäre ausstrahlen — und ein vermeintlich bekanntes Stück Heimat neu entdecken lassen.

Denn mit dem Fahrrad kehrt die Langsamkeit in den Urlaub ein: Mehr als 15 Kilometer pro Stunde schaffen die wenigsten, schließlich soll die Tour der Entspannung dienen und nicht die Hektik des Alltags auf zwei Rädern fortsetzen. Entlang der Altmühl, dem am geruhsamsten fließenden Fluss Bayerns setzt die Erholung ohnehin von alleine ein: Zumal sich mit Dietfurt ein wunderbar gelegenes Kleinstädtchen am Wegesrand befindet. Einmal im Jahr, am Donnerstag vor dem Faschingswochenende, wird dort der Chinesenfasching gefeiert, im Sommer sind die meist aus der Region kommenden Touristen unter sich.

Dass nun eine lange Etappe entlang des Main-Donau-Kanals folgt, mag nicht jedermanns Geschmack treffen – doch gibt es die Altmühl in dem Abschnitt bis Riedenburg als eigenständigen Flusslauf nicht bzw. kaum mehr. Nur am Rande des riesigen Kanals dürfen sich Altarme des Flüsschens noch ausbreiten. Riedenburg entschädigt für die etwas dröge Fahrerei am Kanalufer. Ein Zentrum mit viel Flair, schönen Gasthöfen und guten Übernachtungsmöglichkeiten.

Frisch gestärkt geht es am dritten Tag über Kelheim immer an der Donau entlang bis ins Zentrum Regensburgs: Hier lohnt eine ausgiebige Rast, am besten direkt zu Füßen der Steinernen Brücke. Das älteste Bratwurstlokal der Welt wartet dort auf Gäste — und sogar der verwöhnte Nürnberger Gaumen muss den Oberpfälzer Metzgern ein dickes Kompliment machen.

Schmäleres Tal

Noch ein Stück die Donau entlang, zweigt der Weg dann an die Naab ab. Und alles wird ein Stück bescheidener: Das Tal etwas schmäler, die Dörfer kleiner, der Fluss überschaubarer. Was Regensburg im Großen bietet, hat Kallmünz im kleinen Rahmen parat: Ein herrliches Altstadtensemble, bezaubernd gelegen zu Füßen eine mächtigen Burgruine — kein Wunder, dass Künstler der legendären Gruppierung „Blauer Reiter“ der Gegend malerisch ein Denkmal gesetzt haben. Ein Stopp samt Übernachtung ist beinahe ein Muss.

Bis nach Amberg geht es am nächsten Tag, meist auf einer längst stillgelegten Zugtrasse oberhalb der Vils. Amberg bietet sich für die letzte Übernachtung an. Über Sulzbach-Rosenberg und Etzelwang bis an die Pegnitz führt die Tour auf der letzten Etappe zunächst in hügeliges Terrain. Ungewohnt, aber auch für ungeübte Radfahrer machbar. Hersbruck und Lauf laden schließlich noch zu längeren Pausen einladen, ehe mit jedem Kilometer der Lärm der Stadt näher rückt. Doch nach fünf Tagen und fünf Flüssen stört das zunächst nicht weiter. 



MICHAEL HUSAREK

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Zum Thema
Kurzbeschreibung:
Ob eine kleine Spritztour entlang der Pegnitz in Nürnberg oder ein großer Ausflug mit der ganzen Familie ins Altmühltal: In Franken gibt es eine Vielzahl an schönen Fahrradstrecken und Radwegen. Hier stellen wir die schönsten Touren vor.