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Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können: Während in Deutschland ein Streit um ein Buch mit provozierenden Thesen zur angeblichen Nicht–Integrierbarkeit muslimischer Zuwanderer geführt wird, macht Besiktas, ein Stadtbezirk von Istanbul und Parterstadt Erlangens, einen türkisch-stämmigen Deutschen wegen seiner Verdienste um die Integration seiner Landsleute in die fränkische Stadtgesellschaft zum Ehrenbürger.
Wohl auch deshalb hatte der 200.000-Seelen-Bezirk in der 15-Millionen-Großstadt Istanbul lange nicht mehr so viel Medienpräsenz erlebt: Auf dem Platz im traditionellen Stadtteil Ortakoy, direkt am Bosporus gelegen, drängelten sich die Fotografen der großen türkischen Tageszeitungen und Kamerateams türkischer Fernsehanstalten, hatten sich Gouverneure und Parlamentsabgeordnete, die komplette Stadtführung (samt ihrer Ehrengäste aus Erlangen) sowie die hohe Geistlichkeit aller in Istanbul vertreten Religionen eingefunden.
Bürgermeister Ismail Ünal würdigte Teksifer als „Weltbürger, dessen Wirken uns ein Lächeln im Herzen und eine gemeinsame Kultur verschafft“, Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis sieht in der Ehrung Teksifers einen wichtigen Beitrag zur weiteren Festigung der Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland. Gouverneur Sadettin Yüzel nannte Teksifers Bemühen „vorbildlich für die Friedens- und Beziehungsarbeit“.
Teksifer selbst hofft, dass die Partnerschaft Erlangens mit Besiktas dem intensiven Austausch der Kulturen dient — er werde sich als „Scharnier“ an der Tür zwischen der Türkei und Deutschland sehen und weiter als beharrlicher Botschafter zweier Nationen in zwei Städten arbeiten.

