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Bereits vor drei Jahren hatte der Münchner Johannes Kraus, Besitzer eines alten Kraftwerks am sogenannten Schwedengraben im Forchheimer Stadtteil Reuth ein Umleitungsgewässer geschaffen – und Fischen und anderem Wassergetier eine bis dahin ungekannte Bewegungsfreiheit ermöglicht. Doch ganz frei ist der Weg in die Regnitz noch immer nicht – wegen des hohen Wassergefälles ist an der Trubach am „Ochsenklavier“ Endstation.
„Dass Fische das ,Ochsenklavier‘ nicht passieren konnten, hatte immer einen faden Beigeschmack“, sagt Kraus. Nun plant der Münchner, eine Wasserkraftschnecke — eine Schraube, die Energie erzeugt — zu errichten. Den Fischen soll eine Art Treppe den Weg freimachen. Das Prinzip der Anlage besteht darin, das große Wassergefälle am „Ochsenklavier“ durch viele kleine Becken stufenartig zu ersetzen.
Dadurch können sich die Fische frei bewegen und die Wasserkraftschnecke erzeugt auch noch Energie. Kraus betont jedoch: „Die ökologischen Gründe waren ausschlaggebend.“ Er rechnet damit, dass die Wasserkraftschnecke nur ab und zu wirklich Energie produziert – dann nämlich, wenn die Trubach viel Wasser führt.
Erarbeitet hat Kraus die Pläne gemeinsam mit der Stadt Forchheim, der das „Ochsenklavier“ gehört, die nun aber Kraus die Nutzung gestattet. Geht es nach Johannes Kraus, soll die Anlage Ende des Jahres, im Oktober oder November fertig sein.
