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Gegen 17 Beschuldigte, überwiegend aus Mittelfranken, teils aus Baden-Württemberg, wird ermittelt. Sieben Verdächtige wurden festgenommen, 28 Wohnhäuser und Geschäftsräume in Nürnberg, Fürth, Gunzenhausen und im Landkreis Ansbach durchsucht, zig Ordner mit Papieren und Computer beschlagnahmt. Beweismittel, die nun ausgewertet werden müssen.
Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, so Oberstaatsanwalt Wolfgang Träg, geht von einem Schaden in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe aus. Die technische Innovation — eine ähnliche Luftnummer wie die Trapezkünstler?
Hinter dem angeblich technisch ausgereiften Blockheizkraftwerk für jedermann verbirgt sich ein Container, den man an x-beliebiger Stelle parkt, mit Rapsöl betreibt und so Strom erzeugt. Der Anleger, der pro 10 Kilowatt 10.000 Euro plus Mehrwertsteuer investierte, vermietet das Kraftwerk an die Firma zurück. Das Versprechen: So können beispielsweise aus 40.000 Euro binnen 20 Jahren 240.000 Euro werden. Angeboten wurden Blockheizkraftwerke mit Leistungen zwischen 30 und 100 Kilowatt.
Die eingesammelten Gelder, davon geht die Staatsanwaltschaft aus, verwendeten die Verdächtigen größtenteils für sich selbst. Nur so viele Kraftwerke wurden gebaut, wie nötig war, um einen Geschäftsbetrieb vorzuspiegeln. Was den Käufern wohl nicht erzählt wurde: Hinter dem Firmengeflecht in Franken mit zwei Aktiengesellschaften in der Schweiz stecken teils schillernde Macher, einer der Geschäftmänner war in eine Firmeninsolvenz verwickelt. Auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen ihn wegen Betruges. Anleger sollen sich unter der Telefon-Nummer 0911/21125999 bei der Polizei melden.

