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Forstminister Helmut Brunner (CSU) wies den Vorwurf zurück. Bayern ordne die Waldflächen in unterschiedliche Schutzkategorien.
Greenpeace will nun selbst den Bestand der über 140 Jahre alten Buchen und Eichen dokumentieren und hat dazu ein erstes Waldcamp im unterfränkischen Spessart aufgestellt. Bis zu 20 Aktivisten werden dort mit GPS-Geräten unterwegs sein und die ökologisch wertvollen Bäume erfassen. „Wenn die bayerischen Behörden Informationen über öffentliche Wälder zur Geheimsache machen, dann müssen wir sie selbst beschaffen“, sagte Kaiser.
Greenpeace fordert den sofortigen Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchen- und Laubwälder in Deutschland, die über 140 Jahre alt sind. Er soll so lange gelten, bis die Forstwirtschaft zehn Prozent des öffentlichen Waldes nicht mehr nutzt.
Minister Brunner bezeichnete dies als „ökologischen Irrweg“. „Die Menschen wollen nicht Totalschutzgebiete auf der einen Seite des Waldwegs und dafür umso intensiver bewirtschaftete Wälder auf der anderen Seite.“ Der Freistaat setze deshalb auf eine naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder auf ganzer Fläche.
Auch der Bayerische Waldbesitzerverband hält die Greenpeace-Forderung für kontraproduktiv. Ein solches Nutzungsverbot führe nur dazu, dass private und kommunale Waldbesitzer keine Eichen und Buchen mehr pflanzten, weil sie damit rechnen müssten, die Bestände ab einem bestimmten Alter nicht mehr abholzen zu dürfen.
Die bayerischen Staatsforsten wiesen den Vorwurf von Greenpeace zurück, Wälder wie im Mittelalter auszuplündern und insbesondere Buchenwälder dem Profit zu opfern. Vielmehr nehme der Anteil der Buchen zu. „Gerade in der Buche ernten wir seit Jahren mit durchschnittlich 560.000 Festmetern nur rund die Hälfte des jährlichen Zuwachses von einer Million Festmeter“, sagte ein Sprecher. Von Ausbeutung könne keine Rede sein.

